Im Sisslerfeld haben sich in den vergangenen Jahrzehnten viele Gewerbebetriebe und Chemiekonzerne angesiedelt. Weil es dort noch große Landreserven gibt, besteht die Chance weiterer Ansiedlungen von überkantonaler Bedeutung. Damit dies gelingt, planen die Gemeinden Eiken, Münchwilen, Sisseln und Stein, der Regionalplanungsverband Fricktal Regio und der Kanton, die Entwicklung eines 200 Hektaren großen Gebietes im Sisslerfeld voranzutreiben. Jetzt waren auch die Bürger der umliegenden Gemeinden – auch Bad Säckingens – zu einem gemeinsamen Forum eingeladen. Unter anderem ging es dabei auch um ein Verkehrskonzept, zu dem ein weiterer Rheinübergang bei Sisseln gehört.

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Anfang des Jahres hat der Kanton die Führung in den Planungen übernommen, deren Ziel es ist, die Baureife und Marktfähigkeit künftiger Baufelder herzustellen. Mit dem Büro TBF Partner Planer und Ingenieure hat der Kanton ein Unternehmen engagiert, das als verlängerter Arm der Auftraggeber fungiert. In einem ersten Schritt hat TBF Gespräche mit den Grundeigentümern geführt. Richard Zickermann, Projektleiter bei der TBF, hatte dabei „ein generelles Interesse“ gespürt, dass es nun mit dem Projekt weitergeht.

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Am Mittwochabend holte man nun auch die Bevölkerung ins Boot. Im Saalbau in Stein fand unter dem Motto „Sisslerfeld: Wohin?“ ein Forum statt, zu dem Einwohner, Vereine und Organisationen aus den Gemeinden Eiken, Münchwilen, Sisseln, Stein und Bad Säckingen eingeladen waren. Anwesend waren auch Beschäftigte aus dem Arbeitsplatzgebiet Sisslerfeld. „Uns ging es darum, ein Stimmungsbild einzuholen und zu sehen, ob wir nicht etwas Wichtiges vergessen haben“, sagt Zickermann. „Vom Bauarbeiter bis zum Geschäftsführer“ hätten zwischen 60 und 70 Personen ihre Anliegen und Bedenken deponiert. „Das zeigt uns, dass sich die Bevölkerung für die Zukunftspläne interessiert“, so Zickermann.

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Dabei am Forum, an dem sich die Teilnehmer in kleinen Workshops zur Entwicklung des Sisslerfelds ausgetauscht haben, war auch Stefan Grunder, Gemeindeammann von Eiken. „Die Veranstaltung ist gut angekommen. Es ist nicht selbstverständlich, dass die Gemeinden mit eingebunden werden“, sagt er. Grunder war es wichtig, klarzumachen, dass bei der Gebietsentwicklung ein ausgeklügeltes Verkehrskonzept unabdingbar sei.

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Diesbezüglich haben die Teilnehmer unter anderem einen Bahnhof im Sisslerfeld, eine weitere Brücke über den Rhein oder „eine Seilbahn, welche die vier Gemeinden im Sisslerfeld miteinander verbindet“, thematisiert, sagt Gemeindeammann Bruno Tüscher. „Wichtig war den Teilnehmern auch, dass im Industriegebiet nicht zu viele Emissionen produziert werden.“ Neben den Gesprächen mit den Eigentümern und der Befragung der Gemeinden soll der Input aus dem Forum in Leitsätze fließen. „Die Leitsätze bilden den Rahmen des weiten Verfahrens, in dem ab 2020 mehrere Planungsteams verschiedene Entwürfe und Varianten erarbeiten“, so Zickermann. Im Herbst 2020 wird sich TBF wieder mit den Grundeigentümern und der Bevölkerung treffen, um die Testplanungsergebnisse zu besprechen.