Das Hotel Schweizerblick hat seine drei Sterne verloren. Das Hotel war eines von vier Häusern in Bad Säckingen mit Sterneklassifizierung. Zu den Gründen sagte Geschäftsfürher Franc Morshius: Der Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) habe Auflagen gemacht, die nicht erfüllt werden konnten. Deshalb führe das Haus seit Anfang 2019 keine Sterne mehr. Gleichzeitig wurde bekannt, dass sich der Schweizerblick und der bisherige Betriebsleiter Jörg Fürtig getrennt haben. Geschäftsführer Morshuis wollte zu der Personalie keinerlei Stellung nehmen. Die Frage, ob Sterne-Verlust und Trennung zusammenhängen, bleibt damit unbeantwortet.

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Gegenüber unserer Zeitung sagte Franc Morshuis, man habe es nicht geschafft, die von der Dehoga Anfang 2018 ausgesprochenen Auflagen im Laufe des vergangenen Jahres zu erfüllen. Die Aqualonbetriebs GmbH, zu der auch der Schweizerblick gehört, habe 2018 alle Hände mit der Sanierung des Umkleidetraktes in der Therme zu tun gehabt. „Hier waren alle Ressourcen gebunden“, sagte Morshuis. Nach der Sanierung der Therme könne man im Übrigen nun eine Fünf-Sterne-Bewertung der Wellness Stars vorweisen. Zudem habe sich das Aqualon neu als einheitliche Marke aufgestellt – alle Abteilungen, Therme, Hotel, Wellness, Fitness und Sauna segelten jetzt unter der Dachmarke Aqualon.

Modernisierungen ab Herbst geplant

Bei den von der Dehoga verlangten Auflagen handelt es sich laut Morshuis um Modernisierungen vor allem im Bäder- und Sanitärbereich. Alles sei dort funktionsfähig und sauber, aber halt in die Jahre gekommen. Diesen Herbst seien Modernisierungen geplant. Ob er mit dem Schweizerblick erneut an einer Dehoga-Klassifizierung teilnimmt, wisse er noch nicht, so Morshius. Heutzutage würden Bewertungen über soziale Medien mehr an Bedeutung gewinnen.

Tourismusamt war nicht informiert

Obwohl die Sterne Anfang Jahr verschwanden, firmiert das Haus im Gastgeberverzeichnis der Stadt nach wie vor mit drei Sternen. Auch im digitalen Verzeichnis lief der Schweizerblick als Drei-Sterne-Haus weiter bis zum 12. April. Da erhielt das städtische Tourismusamt die Nachricht von der Dehoga. Tourismuschef Thomas Ays bedauert, dass er die Information über Umwege vom Verband erhielt und nicht direkt von Geschäftsführer Morshuis. Nach Mitteilung der Dehoga im April sei der digitale Eintrag korrigiert worden. Das Print-Verzeichnis war jedoch bereits Mitte Dezember 2018 gedruckt. Den Wegfall der drei Sterne nennt Ays „schmerzlich“. Die Sternen seien in der Branche durchaus wichtig. Er hoffe, dass der Schweizerblick die Klassifizierung wieder zurückholt.