Die neue Höhenbegrenzung an der Peterzeller Straße hat nicht mal einen Tag unbeschadet überstanden. Am Dienstagmorgen gegen 8.15 Uhr ist bereits ein erster Lastwagen mit einer Höhe von mehr als 3,50 Metern gegen die Absperrung gekracht.

Die Halterung ist aus der Verankerung gerissen.
Die Halterung ist aus der Verankerung gerissen. | Bild: Nathalie Göbel

Dabei wurde die Verankerung eines Tores aus dem Boden gerissen. Die Polizei war vor Ort; der Lastwagenfahrer musste sich im Rückwärtsgang aus der misslichen Lage herausbugsieren.

Wenig später rückte bereits ein Fahrzeug der Technischen Dienste Villingen-Schwenningen (TDVS) an, um den Schaden zu beheben.

Brücke ist fast 70 Jahre alt

Die Höhenbegrenzung wurde erst am Montagmorgen eingebaut. Sie soll schwere Lastwagen jetzt davon abhalten, über das marode Bauwerk zu fahren – was bislang trotz eines klaren Verbotes immer wieder vorkam. Die Brücke, die in den späten 50er Jahren gebaut wurde, gehört zu den dringenden Sanierungsfällen der Stadt.

Schiefstand: Die erst am Montag installierte Höhenbegrenzung.
Schiefstand: Die erst am Montag installierte Höhenbegrenzung. | Bild: Nathalie Göbel

Schon seit Längerem ist die für den Schwerlastverkehr nicht mehr nutzbar. Ende des Jahres 2018 waren gravierende Schäden am Bauwerk festgestellt worden. Beim Bau der Brücke war auf den Einbau von Bitumen unter der Fahrbahn verzichtet worden, so dass sich Streusalz über die Jahrzehnte hinweg in die Substanz fressen konnte.

Bis zur Sanierung gilt die Begrenzung

Die Überfahrt wurde zunächst von 45 auf 7,5 Tonnen begrenzt, später auf 3,5 Tonnen. Außerdem gilt auf der verengten Fahrbahn Tempo 30. Da dennoch immer wieder Schwerlastverkehr über die Brücke fuhr, wurde im November 2022 beschlossen, bis zur Sanierung der Brücke eine Höhenbegrenzung einzubauen.