Erläuterungen zu interessanten Begebenheiten aus der Geschichte von Villingen und praxisnahe Materialien mit historischem Bezug soll ein großer Weidenkorb enthalten, den der Geschichts- und Heimatverein Schulen für den Unterricht in der dritten und vierten Klasse zur Verfügung stellen will. Der „Geschichts-Kratten“ ist dazu gedacht, den Kindern die Vergangenheit ihrer Heimatstadt näherzubringen.

Idee reift schon seit Jahren

Die Idee hatte Jörg Westermann schon vor Jahren. Als Mitglied im Beirat des Gesichts- und Heimatvereins, ebenso als Lehrer und Schulleiter, beeindruckte ihn die Fastnachtskiste der Villinger Narros, mit der die Brauchtumshüter Kinder für die Fastnacht interessieren wollen. Es handelt sich um eine Kiste mit vielem, was das Kulturgut ausmacht, beispielsweise Häser, Schemen und dergleichen mehr.

Auf diese Weise ließe sich doch auch die Geschichte der Zähringerstadt erzählen, war Jörg Westermann überzeugt. Aus dem Beirat des Vereins gesellten sich Margot Schaumann und Roland Brauner dazu. Die Stadtführer Michael Schonhardt und Cora Worms machten mit und schließlich auch die beiden Grundschullehrerinnen Annette Wagner und Katharina Furtwängler aus Villingen.

Die geschichtlichen Informationen sollen nicht in eine Kiste gepackt werden, sondern in einen aus Weidenzweigen geflochtenen Korb, einen Kratten. „So sagt man in Villingen“, weiß Jörg Westermann. Mit der Idee folgt der Geschichtsverein auch dem Bildungsplan für Baden-Württemberg für die Klassen drei und vier, der das Thema „Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft“ vorgibt.

Geschichte der Stadt interessant dargestellt

Dazu der Hinweis: „Die Schülerinnen und Schüler können sich in größeren Zeiträumen orientieren. Sie stellen Fragen an die Vergangenheit und recherchieren mithilfe von Quellen.“ Schließlich setzten die jungen Menschen die Ergebnisse zu ihrem gegenwärtigen Leben in Beziehung.

„Das historische Villingen und seine Geschichte sollen in interessanter und begreiflicher Weise vermittelt werden“, nennt Jörg Westermann das Ziel. „Wir brauchen das Bewusstsein um die eigene Geschichte, damit wir die Gegenwart verstehen und die Zukunft gestalten können“, habe schon Erwin Teufel gefordert.

So funktioniert der Vereinswettbewerb

Enthalten soll der Geschichts-Kratten Hintergrundwissen für Lehrkräfte, Angebote wie Stadtführungen, Workshops, Materialen mit historischem Bezug zum Begreifen, Arbeitsmaterialen für die Schülerinnen und Schüler und etliches mehr. Auch an Wettbewerbe ist gedacht. Den Finanzbedarf gibt Jörg Westermann mit 4000 Euro an.

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