Bei Recherchen für die Chronik zum Jubiläum des Villinger Katzenmusikvereins „Miau“ ist die wohl etwa hundert Jahre alte Figur „Rössle“ wieder aufgetaucht. Diese zur Fasnacht gehörende Tiergestalt soll nun als Kulturgut für das Jubiläumswochenende im kommenden Januar wiederbelebt werden.

Entdeckt bei der Arbeit an der Chronik

Im Vereinslokal der Katzenmusik Villingen „Zur hoorige Katz“ steht die neue Figur schon jetzt als Provisorium. Eigentlich ist das Rössle aber nicht neu, sondern entstammt einer historischen Tradition. Vor etwa hundert Jahren habe die Figur wohl existiert, schätzt Rainer Wagner, der zweite Vorsitzende der Villinger Katzenmusik.

Entdeckt wurde sie bei der Zusammenstellung der Chronik des Vereins, die zum 150-jährigen Bestehen im vergangenen Jahr in einer Auflage von 1000 Exemplaren erschienen ist. Bei der Chronik handelt es sich um ein prachtvolles Werk von über 200 Seiten, das unter der Federführung von Beatrix Pfundstein und des Vorsitzenden, Generalfeldmarschall Dominik Schaaf, entstanden ist.

Wohl fanden die Mitglieder in ihrem Fundus tatsächlich nicht nur ein Rössle, sondern sogar zwei, und zwar ein schwarzes und ein weißes Pferd, jeweils modelliert aus Pappmaché.

Die Geschichte dazu konnte aber von den Vereinsverantwortlichen noch nicht vollends geklärt werden, räumt Rainer Wagner ein. Herausgefunden haben die Rechercheure immerhin, dass die Figur ursprünglich dreiteilig war und aus dem Rössle und zwei Treibern bestand.

Zum Festzug im Januar soll die Figur komplett sein

Eigentlich hätte diese Gruppe bereits im Festzug im Januar dieses Jahres mitgeführt werden sollen. Aber wegen der Corona-Auflagen hatten sich die Verantwortlichen im Verein bereits Ende 2021 entschieden, den Jubiläumsfestzug der Katzenmusik auf das nächste Jahr zu verschieben. Als Termin festgelegt wurde dafür das Wochenende 14. und 15. Januar 2023.

Spätestens dann muss die Figur um das wiederentdeckte Rössle komplett sein. Es steht nun an, drei individuelle Schemen dafür fertigen zu lassen. Vorsitzender Dominik Schaaf hat schon einmal erste Ideen für das Projekt skizziert. Mit dem Schemenschnitzer in Elzach, der bereits für die Villinger Katzenmusik gearbeitet hat, sei daraufhin der neue Auftrag besprochen worden, sagt der zweite Vorsitzende Rainer Wagner.

So funktioniert der Vereinswettbewerb

Freilich gibt es eine qualitativ hochwertige Scheme sicherlich nicht für ein Trinkgeld. Davon muss das Führungsteam der Katzenmusik bereits im Vorfeld ausgehen. Darum beteiligen sich die Villinger Katzenmusiker mit dem Projekt „Rössle“ noch vor dem nächstjährigen Jubiläumsfest an dem Vereinswettbewerb.

Diese Vereine kämpfen im großen Vereinswettbewerb um den Sieg.