Die letzte Sitzung des Gemeinderates Königsfeld brachte für das Gremium eine gute Nachricht. Polizeihauptkommissar Kai Stehle, der erst vor kurzem in sein Amt eingeführte neue Leiter des Polizeireviers St. Georgen, brachte mit der Kriminal- und Verkehrsunfallstatistik „wenige und gute Zahlen“ mit nach Königsfeld.

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  • Straftaten und Aufklärungsquote: Insgesamt hat die Polizei für Königsfeld im vergangenen Jahr 108 Straftaten registriert. Diese Zahl ist zwar im Vergleich zum Vorjahr um rund ein Viertel gestiegen, das sei aber absolut nicht besorgniserregend, so Kai Stehle, denn der Anstieg lasse sich an einzelnen Punkten festmachen. 68 der genannten 108 Straftaten konnte die Polizei aufklären. Das ist prozentual sogar beinahe doppelt so viel wie im Vorjahr und ist im Kontext des Anstiegs der Straftaten in bestimmten Bereichen und der damit verbundenen Ermittlung von Tatverdächtigen zu sehen.
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  • Gründe für höhere Zahlen: So ist zum Beispiel bei den Rauschgiftdelikte im vergangenen Jahr eine Verdoppelung der Taten auf 13 festzustellen. Typischer Weise habe man in einem solchen Fahl einen Hehler und mit ihm gleichzeitig mehrere Abnehmer ermitteln können. Jede Person wird dabei mit einer Fallzahl bei den Straftaten gerechnet, erläutert Kai Stehle. Ein räumlicher Ermittlungsschwerpunkt sei in Königsfeld bei diesen Delikten nicht gegeben, betont er weiter.
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  • Zahlen im Gesamtrevier: Recht deutlich ist der Anstieg der Straftaten im Bereich des gesamten Reviers St. Georgen. 1467 Fälle wurden 2019 registriert, nur 1194 waren es im Jahr zuvor. Dieser Anstieg basiere im Wesentlich auf einem Anstieg der Zahlen im Bereich der Vermögens- und Fälschungsdelikte in der Raumschaft Triberg, erläuterte Kai Stehle. Hier habe es ein Ermittlungsverfahren gegeben, bei dem einem Tatverdächtigen zahlreiche Betrugsstraftaten nachgewiesen werden konnten, die letztlich mit 196 geklärten Fällen in die polizeiliche Kriminalitätsstatistik 2019 einflossen.
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  • Verkehrsunfälle: Die Verkehrsunfallstatistik beim Polizeirevier St. Georgen zeigt einen Rückgang der Verkehrsunfälle mit Personenschäden in Königsfeld um einen auf noch zehn Unfälle. Erfreulich ist, dass im vergangenen Jahr auf der Gemarkung Königsfeld keine Verkehrstoten zu verzeichnen waren. Insgesamt arbeite die Polizei und auch das Revier St. Georgen daran, die Zahl der Verkehrsunfälle zu senken, berichtete Kai Stehle. Das geschehe, indem bei Kontrollen die wesentlichen Unfall- und Verletzungsursachen Handy, Geschwindigkeit, Alkohol und Drogen sowie nicht angelegter Gurt im Fokus stünden.
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  • Streifenfahrten: Die Streifenfahrten der Polizei erfolgen nach keinem festgelegten Schlüssel, erläuterte der Revierleiter auf Nachfrage von Gemeinderat Thomas Fiehn. Man habe bestimmte Schwerpunkte im Auge, müsse aber immer sehen, dass bei vielen Einsätzen weniger Personal für Kontrollen zur Verfügung stehe. Weil das Revier St. Georgen flächenmäßig außerdem sehr groß sei, erhalte man bei Einsätzen immer wieder Unterstützung aus Villingen.
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  • Problempunkt Natursportpark: Als „Wasser auf die Mühlen der Verwaltung“ bezeichnete Bürgermeister Fritz Link das Anliegen mehrerer Gemeinderäte an die Polizei, trotz der personellen Schwierigkeiten bei Kontrollen ein besonderes Augenmerk auf den Natursportpark zu haben. Dort gebe es immer wieder Probleme unter anderem mit Lärm, lauter Musik oder zu großen Personengruppen.