Eine Art Pionierstellung in Sachen Selbstvermarktung nimmt der Steinenhof von Familie Christoph und Tanja Meyer in Aufen ein. Den eigenen Hofladen hat Christoph Meyer nämlich schon vor einem Vierteljahrhundert mit seiner Mutter Paula eröffnet. Somit gehört dieser wohl zu einen der ersten auf der Baar.

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„Der Gedanke einwickelte sich bei der Umstellung auf Mutterkuhhaltung“ erzählt Christoph Meyer. Gut 50 Mutterkühe der französischen Fleischrasse Limousin stehen mit ihrem Bullen und der Nachzucht in den Wintermonaten im Freiluftstall hinterm Hof und können sich dort sowohl unterm Dach als auch im Freien bewegen – wie es ihnen beliebt. Die Kälber haben ein dichtes Strohbett und sehen glücklich und zufrieden aus, auch weil sie bis zu einem Jahr bei ihren Müttern bleiben dürfen.

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Ein weiterer Schwerpunkt der artgerechten Haltung ist die Weidezeit von April bis Oktober auf den Wiesen rund um Aufen. Zum Tierbestand zählen noch ein knappes Dutzend Schweine.

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Der Steinenhof ist ein Naturland-Bio-Betrieb der nach den Richtlinien von Bioland wirtschaftet und das Fleisch entsprechend auch darüber vermarktet, unter anderem auch an Edeka. Christoph Meyer ist Vollerwerbslandwirt mit Feldern und Äckern rund um Aufen, wo unter anderem Getreide und Kartoffeln angebaut werden.

Am Wochenende gibt es im Hofladen der Familie Meyer vom Steinenhof Rind- und Schweinefleisch aus ökologischer artgerechter Haltung und montags ist selbst gebackenes Brot der Renner. Da steht dann fast die ganze Familie hinter der Verkauftstheke – von links: Mathilde Scheu mit Thora, Tanja und Christoph Meyer.
Am Wochenende gibt es im Hofladen der Familie Meyer vom Steinenhof Rind- und Schweinefleisch aus ökologischer artgerechter Haltung und montags ist selbst gebackenes Brot der Renner. Da steht dann fast die ganze Familie hinter der Verkauftstheke – von links: Mathilde Scheu mit Thora, Tanja und Christoph Meyer. | Bild: Gabi Lendle

Hauptschwerpunkt des Verkaufs im Hofladen sind das eigene Rindfleisch und Wurstwaren. Einmal im Monat wird frisch geschlachtetes Fleisch angeboten, das Datum wird im Laden ausgehängt. Verkauft wird am Wochenende.

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Seit Jahren gibt es einen festen Kundenstamm, der sich hier eindeckt. „Die meisten Kunden wollen heute kleinere und einzelne Portionen nach Wunsch kaufen. Darauf haben wir uns eingestellt“, erzählt Tanja Meyer, die den Laden managt. Alle Sorten – beispielsweise Hackfleisch, Braten- oder Suppenfleisch – erhalten die Käufer nach Gramm oder Pfundangaben.

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Am Montag bäckt Tanja Meyer etwa einhundert ofenfrische Weizen-, Roggen- und Dinkelbrote aus eigenem Getreide im großen Steinbackofen. Die meisten werden schon im Voraus reserviert. Hinzu kommen etliche Rosinenzöpfe, die ebenfalls schnell ihre Abnehmer finden.

Kartoffelkeller mit Selbstbedienung

Ein weiteres starkes Standbein ist der Verkauf von Kartoffeln aus eigener Ernte von den Feldern in Aufen. Im Sommer gibt es Frühkartoffeln, ab Oktober stehen fest kochende Winterkartoffeln zur Verfügung. Den Verkauf der Knollenfrucht vom eigenen Acker gibt es schon sehr lange auf dem Steinenhof. Seit zwei Jahren befindet sich ein gut zugänglicher Kartoffelkeller direkt an der Straße. Dort können Selbstbediener komfortabel ihre Kartoffeln holen.

Im Kartoffelkeller können die Kunde in Selbstbedienung Kartoffeln vom Aufener Acker kaufen – hier Christoph Meyer (von links) mit seiner Tochter Thora.
Im Kartoffelkeller können die Kunde in Selbstbedienung Kartoffeln vom Aufener Acker kaufen – hier Christoph Meyer (von links) mit seiner Tochter Thora. | Bild: Gabi Lendle

Es gilt ebenfalls das Angebot von kleineren Mengen. Es müssen also nicht immer gleich die großen Säcke mitgenommen werden, zumal die meisten Kunden daheim keine optimale Lagermöglichkeit für die Kartoffeln haben. „In unserem Kartoffelkeller wollen wir demnächst einen Selbstbedienungsautomaten installieren, der mit weiteren Produkten aus unserem Hofladen bestückt wird“, sagt Christoph Meyer.

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Im Hofladen werden schließlich noch weitere Produkte angeboten, die aus dem Brigachtal, dem Städtedreieck und auch von weiter her kommen. Aus eigener Herstellung stammen die geräucherten Bratwürste, Speck, Leber-, Schwarz-, Brat- und Bierwurst sowie Lyoner. Der angebotene Apfelsaft stammt von den umliegenden Streuobstwiesen. Außerdem gibt es Suppengemüse, eingemachte rote Beete und Zucchini, Apfelmus, verschiedene Marmeladesorten und Bio-Dinkelmehl. Darüber gehören Nudeln, Bio-Kaffee, Eier aus Freilandhaltung und verschiedene andere Lebensmittel für den Alltag zum Portfolio.

Der Hofladen ist montags von 14.30 bis 19 Uhr, freitags von 16 bis 18 Uhr und samstags von 9 bis 13 Uhr geöffnet.