Feines aus der Region ist in Bolkarts Hofladen in Donaueschingen erhältlich. Schon 1996 hat Stefan Bolkart in seinem ehemaligen alten Hof an der Bräunlinger Straße ein Geschäft eröffnet, in dem er Äpfel von seiner Plantage am Bodensee und andere landwirtschaftliche Erzeugnisse verkaufte. Im Laufe der Zeit und mit dem Wechsel mehrerer Betreiber entwickelte sich ein Netzwerk von Nahrungsmittellieferanten aus der Region, deren Produkte man hier mittlerweile kaufen kann. Damit gleicht der Hofladen einem kleinen Marktplatz individueller Lebensmittel aus der Heimat. Wer hier einkauft, legt Wert auf Erzeugnisse, die keine lange Reise hinter sich haben.

Seit vier Jahren sind sie die guten Geister in Bolkarts Hofladen: Silvia Hans und Oliver Geib. Beide legen viel Wert auf gute und natürliche Nahrungsmittel aus der Region und ebenso auf gute Ernährung. Aus diesem Grund betreiben sie mit viel Hingabe den Hofladen und können sich über eine große Stammkundschaft freuen.
Seit vier Jahren sind sie die guten Geister in Bolkarts Hofladen: Silvia Hans und Oliver Geib. Beide legen viel Wert auf gute und natürliche Nahrungsmittel aus der Region und ebenso auf gute Ernährung. Aus diesem Grund betreiben sie mit viel Hingabe den Hofladen und können sich über eine große Stammkundschaft freuen. | Bild: Gabi Lendle

2015 haben Silvia Hans und Oliver Geib ihre drei Vorgänger abgelöst und den Hofladen gemietet, Gründer Stefan Bolkart ist nicht mehr im Geschäft. Durch bewusste Ernährung und gutes Essen hatten sich die beiden schon lange vom Discounter verabschiedet und ihre eigenen Lebensmittel längst in diversen Hofläden eingekauft. Und sie waren bereit, Bolkarts Hofladen zu übernehmen. Das vorhandene Sortiment wurde den Kundenwünschen angepasst, manches wurde weggelassen, anderes kam hinzu. Die beiden Betreiber haben Freude und Spaß an dem Laden und an der persönlichen Einkaufsatmosphäre, die sie ihrer Kundschaft bieten können. „Hier findet an den drei Öffnungstagen in der Woche ein reger Austausch in vielen Bereichen statt und es sind auch schon etliche Freundschaften entstanden“, freut sich Silvia Hans, die von ihrem Partner Oliver Geib und Mitarbeiterin Wilma Störzer unterstützt wird. Wenn es die Zeit erlaubt, wird hier auch mal ein Kaffee getrunken oder es werden Rezepte ausgetauscht. Man legt Wert auf eine freundliche Gesprächskultur, die auch stets gepflegt wird. Das weiß die Kundschaft zu schätzen.

In Bolkarts Hofladen gibt sich die Kundschaft speziell am Freitag die Klinke in die Hand. Für individuelle Beratung und persönliche Atmosphäre im Laden sorgt Silvia Hans (rechts), hier im Gespräch mit Sonja Wagner (vorne) und Susanne Schmidt. Bilder: Gabi Lendle
In Bolkarts Hofladen gibt sich die Kundschaft speziell am Freitag die Klinke in die Hand. Für individuelle Beratung und persönliche Atmosphäre im Laden sorgt Silvia Hans (rechts), hier im Gespräch mit Sonja Wagner (vorne) und Susanne Schmidt. | Bild: Gabi Lendle

Einkaufen erinnert hier an früher – man nimmt nur soviel, wie man auch braucht. Ohne Plastikverpackung, sondern lose oder in Papier gewickelt. Lediglich die Fleisch- und Wurstwaren und das frische Hähnchen sind in Plastik eingehüllt, wegen der Haltbarkeit.

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Ein Hauptverkaufsschlager ist das Brot, das immer freitags in großen Mengen über die Theke wandert. Im Angebot sind Bauernbrote und Dinkelbrot, das sowohl Karin Bolkart als auch Martin Kutruff vom Ziegelhof backen. Diverse Kuchen und Zöpfe stammen aus der Backstube von Martina Schneckenburger aus Aasen. Gefragt sind stets Geflügel und frische Eier, die vom Geflügelhof Wolf aus Pfohren stammen oder als Bio-Ware aus Stühlingen kommen. Zu haben sind hier auch Eier der Bruderhahn-Initiative, die auf das Töten von (männlichen) Eintagsküken verzichtet und die kleinen Hähne mit aufzieht. Die Kunden bezahlen etwas mehr für das Ei dieses Lieferanten und unterstützen damit diese Initiative für das Tierwohl.

Umfangreiches Angebot

Die umfangreiche Angebotspalette umfasst weiter Schwarzwälder Fleisch- und Wurstwaren vom Hug-Hof in Tannheim, Bio-Molkereiprodukte aus Stühlingen und Vorzugsmilch vom Schwalbenhof in Bräunlingen. Ein Großteil des Käses stammt aus Sumpfohren von der Käserei Le Frombaar sowie aus anderen Regionen wie dem Allgäu. Es gibt Honig von Eugen Murr aus Wolterdingen, Öko-Apfelsaft von den Streuobstwiesen vom Fürstenberg von Christine Bäurer, Forellen aus der Zucht von Charlotte Faßtnacht im Schlegeltal bei Unterkirnach, Sirup, Säfte, Marmeladen sowie süß-sauer eingelegtes Gemüse von Claudia Ketterer aus Unadingen, Pralinen von Chocolate-Dreams aus Riedböhringen, verschiedene Kräuter-Tees der Landfrauen-Kräuter-Manufaktur aus Schwanau-Ottenheim, Obst und Gemüse vom Bodensee sowie diverse Obstsäfte, Edelbrände, Kaffee und noch vieles mehr. Und in der Adventszeit warten hier jede Menge schöne Tannenbäume von Bernhard Bolkart aus Schönwald auf ihre Karriere als Christbaum.

Viele junge Familien kommen

Die Kundschaft stammt aus dem Städtedreieck, einige kommen aber auch von weiter her. Begehrte Artikel wie Brot oder geräucherte Bratwürste werden von berufstätigen Kunden vorbestellt „Als wir den Laden übernommen haben, kamen hauptsächlich ältere Kunden zu uns, inzwischen zählen viele junge Familien zu unserer Stammkundschaft“, freut sich Oliver Geib. Er sieht darin eine Bestätigung für seine individuellen Waren von regionalen Produzenten, die mit dem Verkauf in ihrer Arbeit unterstützt werden. Der Hofladen in der Bräunlinger Straße 8 ist donnerstags und samstags von 9 bis 13 Uhr und freitags von 9 bis 18 Uhr geöffnet.