In Blumberg steigt die Zahl der bestätigten Corona-Fälle in den letzten Wochen deutlich an. Am 5. Mai wurden 501 Infizierte gemeldet. Allein bei Blumbergs größtem Arbeitgeber Tenneco sind von rund 700 Mitarbeitern derzeit 30 akut infiziert.

  • Bürgermeister Markus Keller erklärt: „Ich beobachte mit Sorge, dass seit Beginn des Ramadans die Infektionszahlen in Blumberg sprunghaft gestiegen sind.“ In den 22 Tagen seit Beginn des Ramadans am 13. April stieg die Zahl der vom Gesundheitsamt im Schwarzwald-Baar-Kreis bestätigten Corona-Fälle in Blumberg um 145 von 356 auf nun 501. In den 22 Tagen davor stieg die Zahl um 50 von 306 auf 356. Da die Stadt für das Einleiten und Beenden der Quarantäne zuständig ist, erhält der Bürgermeister von sämtlichen bestätigten Fällen die Namen und kann die Entwicklung einordnen.
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  • Fastenbrechen: Eine Schwierigkeit sieht der Bürgermeister: Das Fastenbrechen berge die Gefahr, dass der eine oder andere dabei die Kontaktbeschränkungen nicht ausreichend einhalte. Keller weist darauf hin, dass das Fastenbrechen im privaten Kreis keine religiöse Veranstaltung sei. Da gelte bei einem Inzidenzwert über 100 die Vorschrift, dass sich ein Haushalt mit maximal einer anderen Person über 14 Jahre treffen dürfe. Keller hat nach eigenen Angaben eine großen Respekt vor der Religionsfreiheit und erklärte, die Christen hätten an Ostern, ihrem höchsten Fest, reihenweise Gottesdienste abgesagt.

Thema im Gemeindetag

Das Fastenbrechen während des Ramadans war auch Thema im baden-württembergischen Gemeindetag, sagte Bürgermeister Markus Keller. Das Stuttgarter Sozialministerium informierte am 30. April, das Fastenbrechen im privaten Bereich sei keine religiöse Veranstaltung, das gemeinsame rituelle Gebet im Anschluss daran mit einer islamischen Gemeinschaft als Veranstalterin dagegen schon. Die aktuellen Regelungen finden sich unter: https://www.baden-wuerttemberg.de/de/service/aktuelle-infos-zu-corona/aktuelle-corona-verordnung-des-landes-baden-wuerttemberg/

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Türkisch-Islamischer Kulturverein hat Hygiene-Konzept

Sami Bastuglu, Vorsitzender des Türkisch-Islamischen Kulturvereins mit der Moschee beim Blumberger Sportzentrum, machte auf Anfrage deutlich, sie hätten eine Hygiene-Konzept und würden es einhalten. In den Gebetsraum der Mosche dürften maximal zehn Personen, alle hätten zueinander mehr als 1,50 Meter Abstand. Bis heute sei kein Corona-Fall in der Moschee aufgetreten. Der Verein habe in Blumberg und den Ortsteilen insgesamt 110 Mitglieder, wobei auch eine Familie als ein Mitglied zähle, egal wie viele Personen sie umfasse.

Auch Kirchen haben Hygienekonzept

Hygiene-Konzepte: Hauptamtsleiterin Nicole Schautzgy teilte mit, um Gottesdienste halten zu können, mussten auch alle christlichen Vereinigungen entsprechende Hygienekonzepte vorlegen. Dies hätten auch alle getan. Und auch die Kirchengemeinden mussten zur Kontaktnachverfolgung für jeden Gottesdienst eine Anwesenheitsliste mit Namen und Telefon erstellen und aufbewahren. (blu)