Es gibt sie bereits seit mehr als zwei Jahrzehnten. Und hätte Corona ihr nicht einen Strich durch die Rechnung gezogen, wäre sie in diesem Jahr 20 Jahre alt geworden: Die Museumsnacht Hegau-Schaffhausen. Bisher galt sie als lose Kooperationsveranstaltung, doch dies soll sich nun ändern. Der Kulturausschuss der Stadt Singen hat in seiner jüngsten Sitzung der Gründung eines neuen Vereins „Museumsnacht Hegau-Schaffhausen„ einstimmig zugestimmt.

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Wie Catharina Scheufele, Leiterin des Kulturbüros, in der Sitzung erklärte, bestehe trotz all der Jahre der guten Zusammenarbeit mit den Kooperationspartnern keine rechtliche Partnerschaftsverbindung etwa über die Veranstalterschaft, den Mitgliedsbeitrag oder die finanzielle Abwicklung. „Um dies zu ändern und zu optimieren, haben sich die Vertreter des Kantons Schaffhausen, der Städte Schaffhausen, Neuhausen, Stein am Rhein und Singen dazu entschlossen, einen Verein zu gründen“, sagte sie. Scheufele betonte aber auch, dass sich an den Zuständigkeiten nichts ändern werde, auch die Lenkungsgruppe bleibe die gleiche. „Singen behält weiterhin die operative Arbeit wie etwa die Gestaltung des Programmheftes“, so Scheufele weiter.

So ist der Verein geplant

Der Sitz des Vereins „Museumsnacht Hegau-Schaffhausen„ soll in der Schweiz sein. Für das Amt des Präsidenten werde laut Catharina Scheufele noch ein geeigneter Kandidat gesucht. Die Geschäftsstelle des künftigen Vereins solle nach aktuellem Planungsstand von Alexandra Lampater übernommen werden. Sie ist unter anderem mitverantwortlich für die „Erzählzeit ohne Grenzen“ und soll die Nachfolge vom bisherigen Leiter der Geschäftsstelle, Marcel Zürcher, antreten. Wann der neue Verein an den Start gehen soll, steht derzeit noch nicht fest. Laut Scheufele könnte die Museumsnacht 2021 aber schon unter der neuen Trägerschaft stattfinden.

Finanziell bleibt alles beim Alten

Finanzielle Veränderungen stehen der Stadtverwaltung Singen nicht ins Haus. „Die Beiträge der bisherigen Projektpartner verändern sich nicht“, sagt Scheufele. Singen wird sich an der Museumsnacht weiterhin mit 3000 Euro beteiligen. Die Stadt Schaffhausen mit 10.000 Franken, der Verein Agglomeration Schaffhausen mit 5000 Franken, die Windler Stiftung Stein am Rhein mit 6000 Franken und die Stadt Neuhausen mit 3850 Franken. Für Catharina Scheufele ist die Gründung des neuen Vereins ein eindeutiges Signal von Seiten der Kooperationspartner: „Ich sehe es als Zeichen der Schweizer Partner, an diesem Veranstaltungsformat festzuhalten.“

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Einstimmig sprachen sich die Ausschussmitglieder für den neuen Verein aus. Obgleich die anhaltende Pandemie, die die Kunst- und Kulturszene erneut hart trifft, die Mitglieder auf die Euphoriebremse treten ließ. „Wir sind noch nicht so weit, dass wir überhaupt wissen, ob wir 2021 eine Museumsnacht haben“, sagte Angelika Berner-Assfalg (CDU). Marion Czajor (Neue Linie) zeigte sich erfreut, dass das, was als bürgerliches Engagement geschaffen wurde, mit dem neuen Verein nun fortgesetzt werde: „Die Freude an dem Projekt wird bleiben.“

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