Singen Erst Stadtfest, dann Hohentwielfestival, jetzt Hüttenzauber

Für Singens Oberbürgermeister Bernd Häusler hat es die vorweihnachtliche Veranstaltung innerhalb weniger Jahre in die erste Liga der weithin ausstrahlenden Unterhaltungsereignisse geschafft. Gut zweieinhalb Monate vor Beginn des Singener Hüttenzaubers wurde das Konzept vorgestellt.

Was für ein Wachstum: Der Singener Hüttenzauber findet erst zum vierten Mal statt, aber für Oberbürgermeister Bernd Häusler rangiert das vorweihnachtliche Ereignis schon jetzt gleichrangig neben dem Stadtfest und dem Hohentwielfest. Bei der Vorstellung des Programms jedenfalls sprach der Rathauschef von einem Angebot, das im Jahresverlauf die beiden Hauptveranstaltungen der Stadt bestens ergänze.

Die Zahl der Menschen, die der Hüttenzauber in die Innenstadt lockt, lässt sich nach Aussage der Geschäftsführer der Agentur Event Promotion als federführendem Unternehmen nicht genau beziffern. Dass es viele sind, steht außer Frage – und das hängt für Tommy Spörrer und Frank Schuhwerk auch damit zusammen, dass etliche Besucher dem Augenschein nach mehrmals kommen. Gesicherte Daten dagegen hat das Organisations-Duo über die wachsende regionale Ausstrahlung. Anfragen oder Reservierungen für Hüttenabende (Infos www.weihnachtsmarkt-singen.de) erreichen die Agentur zum Beispiel aus Schaffhausen oder Tuttlingen.

Das jüngste Kind in der Familie der städtischen Großveranstaltungen will man angesichts seines prächtigen Gedeihens nicht behindern, weshalb am Grundkonzept festgehalten wird. Es bleibt bei der Verzahnung mit dem Rest der Innenstadt durch die etwas erweiterte Allee der Christbäume, den Krippenpfad oder der Bimmelbahn. Beim Angebot wird auf Hochwertigkeit geachtet, auch der Anteil des Kunsthandwerks und des Handels im Verhältnis zur Gastronomie wird wieder bei einem Anteil von rund 60 Prozent liegen.

Dass sich der Hüttenzauber von einfallslosen Glühwein-Märkten unterscheidet, machen die beiden Geschäftsführer an einem von etlichen Details fest: Das Lichtkonzept sieht eine durchgängige Beleuchtung vor, die die Innenstadt von der Allee bis zum Hüttenzauber eine warm-weiße Atmosphäre verleihen soll. Apropos Beleuchtung: Der massive Hintergrund des Rathauses wird in diesem Jahr ebenfalls illuminiert, das Verwaltungsgebäude dient so als Fläche für weihnachtliche Motive.

Zum Konzept zählt ferner die Einbindung von Unterhaltungsgruppen in der Haupthütte, die bisher schon gut ankamen. Dazu zählen nicht zuletzt Lokal-Matadoren wie Chris Metzger, auch die Hans-Wöhrle-Band ist mit einem Auftritt vertreten. Die musikalische Palette umfasst auch rockige Töne einer Nicole-Scholz-Band und was der Markt der Stimmungsmusik sonst noch so alles zu bieten hat, zeigt sich allein an den Namen – so betritt in diesem Jahr eine Band namens Zitronen-Schüttler die Bühne.

Gleichwohl wird der Hüttenzauber auch einige Neuerungen bringen, wobei Lars Ellenberger als Holiday-Inn-Betreiber und Hüttenzauber-Sponsor den tieferen Sinn verdeutlichte. So ist für ihn die erstmalige Verpflichtung des Circus of Illusions ein nachgerade politisches Zeichen. Er bezog sich damit auf die Vielzahl von alltäglichen Informationen über Kriege und Gräueltaten, denen man beim Hüttenzauber mit Illuminationen und Fröhlichkeit begegnen wolle. "Wir lachen zu wenig", so meinte er bei der Vorstellung des Programms, und durch die Ausweitung des Unterhaltungsprogramms durch die Kunst des Magiers Daniel Bornhäußer, der unter anderem im Eurpa-Park Rust auftrat, lasse sich Freude gleichermaßen bei kleinen und großen Kindern erreichen.

Lars Ellenberger plädiert übrigens für einen Standort des Magier-Zeltes auf der Grünfläche zwischen Rathaus und Holiday-Inn. Der Vorteil: Durch die territoriale Ausdehnung würde die Aufmerksamkeit des Hüttenzaubers bis zur viel befahrenen Straße vor dem Rathaus reichen, was die Werbewirksamkeit erhöhe.

Zur Vorbereitung des Ereignisses in der Vorweihnachtszeit zählt angesichts der allgemeinen politischen Großwetterlage auch die Überprüfung des Sicherheitskonzepts, bei dem man ebenfalls an den Erfahrungen anknüpft. Im Wesentlichen geht es dabei um die Koordination der Hilfsorganisationen von Polizei und Sicherheitsdiensten, DRK und Feuerwehr sowie sonstigen Blaulicht-Organisationen. Man geht davon aus, dass der Hüttenzauber wie bisher als fröhlich-unbeschwertes Ereignis fortbesteht – bis hin zur Einhaltung des Jugendschutzes, auf dessen Bestimmungen die Mitwirkenden von den Organisatoren bereits im Vorfeld hingewiesen werden.

Wer macht mit?

Nach Angaben von Tommy Spörrer und Frank Schuhwerk von der Agentur Event Promotion besteht für Schulen oder etwa Vereine noch die Möglichkeit, die Hauptbühne des Singener Hüttenzaubers für Präsentationen zu nutzen. Ferner sind auf dem Hüttenzauber-Areal drei Plätze noch nicht vergeben – auch hier also gibt es eine letzte Chance bei dem vorweihnachtlichen Ereignis als Mitveranstalter dabei zu sein. Interessenten können sich entweder direkt an die Agentur oder den Standort-Marketing Verein "Singen-Aktiv" wenden (nähere Angaben beziehungsweise Kontakte unter www.weihnachtsmarkt-singen.de). (sk)

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