Mit Wehmut, etwas Erleichterung und vielen schönen Erinnerungen blicken Nina Hanstein und Christine Steiert auf die Heimattage 2021 in Radolfzell zurück. Hanstein als Geschäftsführerin der Tourismus und Stadtmarketing GmbH und Steiert als Projektleiterin haben die Großveranstaltungen und viele kleine Aktionen das gesamte Jahr über mit ihrem Team geplant und durchgeführt.

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„Alle Ziele, die wir uns auch vor Corona gesteckt hatten, haben wir erreicht“, fasst Hanstein zusammen. Die finanzielle Abrechnung stehe zwar noch aus, denn noch würden einige Rechnungen fehlen. Doch die inhaltlichen Ziele, wie den Bekanntheitsgrad der Stadt sowie die Besucherzahlen zu erhöhen und das Image Radolfzells im Land zu schärfen, habe man trotz der Einschränkungen durch die Pandemie erreicht.

Die offizielle Fahne der Heimattage ist mittlerweile in Offenburg.
Die offizielle Fahne der Heimattage ist mittlerweile in Offenburg. | Bild: Jarausch, Gerald

Doch nicht immer hätte Corona die Heimattage behindert. Die Pressekonferenz als Auftakt des Veranstaltungsjahres hatte dank der digitalen Durchführung eine weit höhere Medienpräsenz, als wenn die Veranstaltung vor Ort stattgefunden hätte. Laut Hanstein hätten 33 Pressevertreter teilgenommen, sonst seien oft nur acht anwesend.

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Dennoch sei die coronakonforme Durchführung der Veranstaltungen die größte Herausforderung gewesen. „Ich bin so stolz auf unser gesamtes Team“, sagt Nina Hanstein. Keine der Publikumsveranstaltungen sei nachweislich für Infektionen verantwortlich gewesen, alles sei sehr sicher gewesen. „Wir haben sehr viele Menschen erreicht“, sagt Hanstein.

Die Fahnenschwinger der AG SingTanzSpiel beeindruckten das Radolfzeller Publikum.
Die Fahnenschwinger der AG SingTanzSpiel beeindruckten das Radolfzeller Publikum. | Bild: Jarausch, Gerald

Die publikumstärksten Veranstaltungen seien unter anderem der Baden-Württemberg-Tag mit rund 8000 Besuchern und das Straßenmusikfestival gewesen, welches zum ersten Mal seit Beginn der Pandemie zu einer vollen Innenstadt geführt hatte. Man habe zwei verkaufsoffene Sonntage durchführen können. „Angesichts der Situation war es uns besonders wichtig, den Handel und die Gastronomie vor Ort zu unterstützen“, erklärt Nina Hanstein.

Einen besonderen Fokus wurde auch auf die Ortsteile gelegt, für die vor allem Christine Steiert als Ansprechpartnerin verantwortlich war. Für sie war die große Herausforderung, alle Beteiligten, die sich ehrenamtlich engagiert haben, zu unterstützen und zu motivieren.

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Doch trotz regelmäßiger Neuplanung durch neue Corona-Auflagen durch die Landesregierung zieht auch Christine Steiert ein durchweg positives Fazit: „Es hat uns allen sehr, sehr viel Spaß gemacht.“ Sie habe das Gefühl, dass die Bürger während der ganzen Beschränkungen durch die Heimattage wieder in Kontakt treten konnten. Das sei ein weiteres Ziel gewesen: Das Miteinander in der Stadt zu stärken.

Straßenmusikfestival uff de Gass: Am über 16 Künstler und Musikgruppen sorgten für die musikalische Unterhaltung am verkaufsoffenen Sonntag.
Straßenmusikfestival uff de Gass: Am über 16 Künstler und Musikgruppen sorgten für die musikalische Unterhaltung am verkaufsoffenen Sonntag. | Bild: Jarausch, Gerald

Und auch nach dem Ende des Heimattage-Jahres werden einige Projekte und Ideen weitergeführt werden. Die Güttinger hätten sehr viel Freude an ihren „Gschichte uf em Bänkle“ gehabt, dass sie diese gerne weiter erzählen möchten. Und auch die Narrenreise in Präsenz ist nicht abgesagt, sondern nur verschoben worden. Obwohl die Heimattage nicht ganz wie geplant haben stattfinden können, sind sich doch beide einig: „Wenn wir die Heimattage nicht gehabt hätten, wäre es uns schlecht gegangen.“

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