Lange mussten Nina Hanstein, Geschäftsführerin der Tourismus- und Stadtmarketing GmbH, und Christine Braun, Projektleiterin der Heimattage, warten, bis sie im Gemeinderat einen Überblick über den Stand der Planung der Heimattage geben konnten. Beginn der Sitzung war 16.30 Uhr, der Tagesordnungspunkt Heimattage wurde dann um 20.30 Uhr aufgerufen.

Die Planungen für die Heimattage laufen

Das, was Hanstein und Braun zu berichten hatten, war eigentlich erfreulich. Es haben sich mehr Sponsoren als erwartet bereit erklärt, das Großevent 2021 in Radolfzell finanziell zu unterstützen. Und wegen den Planungen mit Corona sei man dabei, mehrere Möglichkeiten vorzubereiten, damit man nichts absagen müsse.

Für Siegfried Lehmann, Fraktionssprecher der FGL, kein Grund zur Freude. „Ich befürchte, dass wir hier Geld verbrennen. Wir investieren viel in die Planung und am Ende findet es nicht statt“, so Lehmann. Die Corona-Regeln für Veranstaltungen seien in Baden-Württemberg strenger als in anderen Bundesländern und das werde auch so bleiben, ist er sich sicher.

Geld gibt es vor allem für die Großveranstaltungen

Ebenfalls würde die Stadt nur das Geld vom Land bekommen, wenn die Großveranstaltungen, wie der Baden-Württemberg-Tag, stattfinden würden. Für diesen allein gibt es eine Sonderzuwendung des Landes über 85.000 Euro. Bei Absagen befürchte Lehmann, dass die Stadt auf den Planungskosten sitzen bleiben würde. „Mir ist nicht klar, wie das funktionieren soll.“

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Nina Hanstein betonte, dass eine Absage der Heimattage oder einzelner Veranstaltungen nicht vorgesehen sei. „Wir planen nicht ins Ungewisse, sondern wir planen die Heimattage„, sagte sie. Die Form der Veranstaltungen müsse sich an die Corona-Verordnung anpassen, aber auch das kalkuliere man schon mit ein.

Außerdem habe die Stadt Sinsheim, die in diesem Jahr die Heimattage ausrichtet, sämtliche Fördergelder vom Land erhalten, obwohl ein Großteil der Veranstaltungen abgesagt werden musste und nur wenige im nächsten Jahr nachgeholt würden.

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