Ein anonymer Post in einem sozialen Netzwerk über einen angeblich aktuell stattfindenden Amoklauf in der Mensa sorgte am Dienstagmittag laut einer Polizeimeldung für einen größeren Polizeieinsatz an der Universität Konstanz. „Das zeigt mal wieder, wie schnell man im Internet solche unbedachten Sachen veröffentlichen kann“, sagt Polizeisprecherin Tatjana Deggelmann auf SÜDKURIER-Nachfrage. „Einfach irgendetwas schreiben und veröffentlichen. Unglaublich.“

Einer der Innenhöfe der Uni Konstanz.
Einer der Innenhöfe der Uni Konstanz. | Bild: Larissa Hamann

Busverkehr vorübergehend eingestellt

Gegen 12.20 Uhr war das Führungs- und Lagezentrum des Polizeipräsidiums Konstanz von einem Mitarbeiter der Universität über den Post informiert worden und entsandte daraufhin mehrere Streifenwagenbesatzungen zum Universitätsgelände. Außerdem wurde der Busverkehr von und zur Uni vorsorglich eingestellt. Die Überprüfungen der Polizei vor Ort ergaben keinerlei Hinweise auf eine tatsächliche Gefährdungssituation, weshalb die polizeilichen Maßnahmen gegen 13.30 Uhr beendet und die Absperrungen aufgehoben wurden, auch der Busverkehr wurde wieder freigegeben.

Ermittlungsverfahren läuft

Zwischenzeitlich war der ursprüngliche Beitrag in dem sozialen Netzwerk gelöscht und eine Klarstellung mutmaßlich seitens des unbekannten Urhebers als „Scherz“ veröffentlicht worden. Die Polizei hat ein Ermittlungsverfahren eingeleitet und hofft, auf diesem Weg den Verfasser der Nachricht ausfindig machen zu können. Herbert Storz von der Pressestelle der Polizei erklärt: „Das steht eine Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten nach Paragraf 126 Strafgesetzbuch im Raum. Davon muss man erstmal ausgehen. Ob er letztlich vom Gericht verurteilt wird, ist eine andere Frage.“ Dem Verursacher des Post droht eine Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder eine Geldstrafe.