Die Kunst war ihm immer wichtig. So verabschiedete sich Rinninsland, langjähriger Organisator der Jungen Galerie im HJW in Gailingen, mit einer Ausstellung. Erstmals zeigte er dabei seine eigenen Bilder – es ist eine Werkschau des Konrektors, Lehrers und Kunsttherapeuten, die noch bis Donnerstag, 8. September, zu sehen ist.

Der Schwerpunkt liegt auf seinen Zeichnungen von 1979 bis heute, auch Gemälde in Öl und Aquarelle sind zu bestaunen. Die Ausstellungseröffnung war zugleich sein Ausstieg aus dem Schulalltag an der Krankenhausschule des HJW und sein Einstieg in die Pensionierung, wie es in der Pressemitteilung des Hegau-Jugendwerks weiter heißt.

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Rinninsland, der seit Juli im Ruhestand ist, kam 1989 als Sonderschullehrer für Körper- und Sprachbehinderte ins HJW. Er erkannte das therapeutische Potenzial des „Bilderns“ und welche Bedeutung das Präsentieren der Werke für die jugendlichen Patienten hatte. 1999 absolvierte er eine Ausbildung zum Kunsttherapeuten.

Seither hat er rund 30.000 Bilder in ihrer Entstehung begleitet und über 150 Ausstellungen kuratiert. Die bestens etablierte und weithin bekannte Junge Galerie, die Rinninsland vor über 25 Jahren ins Leben rief, stellt in der aktuellen Ausstellung nunmehr seine eigene Kunst in den Mittelpunkt.

„Jetzt werden meine Bilder nach vorne treten“

Das wird auch in Zukunft so sein, verrät er zum Abschied: „Jetzt werden meine Bilder nach vorne treten“, wird er zitiert. Bei der Ausstellungseröffnung ließ Rinninsland seine langen Jahre am HJW Revue passieren – er sei dankbar, dass ihn das Schicksal nach Gailingen geführt habe. Hier sei er auf Chefs gestoßen, die ihn gefördert und unterstützt haben, und auf Kollegen, Patienten und deren Angehörige, die stets auch eine „Kraftquelle“ gewesen seien. „Es hat sich nie wirklich wie Arbeit angefühlt“, resümierte Rinninsland.

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Bei der persönlich gehaltenen Feier gab es viele guten Wünsche, viel Lob und Anerkennung und die Gewissheit, dass vieles bleibt, was Rinninsland geschaffen hat. Das ist nicht nur die Junge Galerie, die zwei Kolleginnen weiterführen, sondern auch die Patientenzeitschrift PATZ oder sein Meisterwerk, die Chronik anlässlich 50 Jahre Hegau-Jugendwerk.

Dank für 33 engagierte Jahre

Barbara Martetschläger, kaufmännische Direktorin des Hegau-Jugendwerks, dankte Jörg Rinninsland für 33 kreative, fruchtbare, tatkräftige und engagierte Jahre zum Wohle des Hegau-Jugendwerks. Nicht nur das HJW habe sich als Glücksfall für Rinninsland erwiesen, sondern auch er sei ein Glücksfall für das HJW gewesen.