Die Idee, Konzerte ohne großen Aufwand im Ludingarten zu veranstalten, lockte Gäste vom gesamten Hochrhein ins Wehratal. Schon das erste Konzert am 4. Juli mit 99 Plätzen war ausgebucht: „Wir waren uns nicht sicher, ob die Idee angenommen wird – ob alle mitmachen und auch wirklich einen Stuhl mitbringen“, erinnert sich Kulturamtsleiter Frank Johannes Wölfl.

Kleine Vorschau: Kulturamtsleiter Frank Johannes Wölfl in den neu gestalteten Räumen des Kultur- und Tourismusamts. Wenn in einem Monat der Feinschliff fertig ist steht der Stadt ein repräsentatives Büro als Anlaufstelle für alle Besucher zur Verfügung.
Kleine Vorschau: Kulturamtsleiter Frank Johannes Wölfl in den neu gestalteten Räumen des Kultur- und Tourismusamts. Wenn in einem Monat der Feinschliff fertig ist steht der Stadt ein repräsentatives Büro als Anlaufstelle für alle Besucher zur Verfügung. | Bild: Julia Becker

„Aber die Gäste waren nicht nur sehr diszipliniert sondern haben sogar freudig mitgemacht!“ Mit Sekt und Häppchen sowie vielerlei Gartenmöbeln zog es die Zuschauer nach Wehr, jeder Abend war ausverkauft. Dank gelockerte Corona-Verordnung konnten dann an den folgenden drei Abenden jeweils 160 Karten verkauft werden. Für die Knaschtbrüdern waren es sogar 200 Stück – auch wenn der Abend am vergangenen Freitag leider abgesagt werden musste: „Mit Blick auf das schlechte Wetter am Wochenende war es die richtige Entscheidung“, so Wölfl.

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Der Erfolg hat seiner Ansicht nach mehrere Komponenten: „Freiluft, an einem besonderen Ort, gute Musik zu günstigen Preis und auch, dass sonst nichts anderes los war,“ fasst es Wölfl zusammen. Etwas mehr Zuspruch hat sich Wölfl für die offene Bühne gewünscht – vielleicht habe es manchem Amateur dann doch an Mut gefehlt. Neben diesem kleinen Wermutstropfen fällt die Gesamtbilanz doch ausdrücklich positiv aus: Selbst die Kosten seien im Rahmen geblieben: „Wir haben viel in Eigenleistung gemacht und die Künstler haben für eine sehr kleine Gage gespielt“, so Wölfl.

Neu angeschafft wurde die Beschallungsanlage mit Mischpult, Boxen und Mikrofonen. Ein großes Lob gibt es vom Kulturamtsleiter noch für seine Mitarbeiter sowie den Bauhof: „Sie haben das Areal hergerichtet und hatten natürlich einiges an zusätzlicher Arbeit.“ Auch im nächsten Jahr seien Klappstuhlkonzerte denkbar: „Aber wir sind noch im Corona-Modus und müssen auch die Haushaltssituation abwarten“, stellt Wölfl klar. Die Kulturscheune bliebe natürlich als Veranstaltungsort erhalten. Der Ludingarten könnte aber für größere Bands genutzt werden, die auf der kleinen Bühne im Enkendorf nicht genug Platz hätten. „Wir wollen auf jeden Fall den improvisierten Charakter beibehalten,“ so Wölfl.

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