Wehr Talentschmiede im Bereich der Kunst: Neues Buch über die Musikschule Honigberger

Der Förderkreis Stadtmuseum stellt das neue Buch „Honigberger. Musikschule – Kunstschule – Werke“ vor. Untermalt wird die Veranstaltung mit Beiträgen aus dem Preisträgerkonzert 1970.

Der Förderkreis Stadtmuseum Wehr lädt zur Vorstellung des jüngst erschienenen Buches „Honigberger. Musikschule – Kunstschule – Werke“ am Freitag, 17. November, um 19 Uhr in den Bürgersaal. Das Grußwort spricht Bürgermeister Michael Thater, die Vorstellung des Buches übernehmen Armin Kronberger und Margot Richter. Untermalt wird die Veranstaltung mit Originalbeiträgen aus dem Preisträgerkonzert der Musikschule im Jahr 1970. Eine der Preisträgerinnen war seinerzeit Anne-Sophie Mutter. Das Buch dokumentiert einerseits die von Ernst und Erna Honigberger und Erda Vorwerk geführte Musikschule und deren Bedeutung für die Region nach dem Zweiten Weltkrieg bis zur Jahrtausendwende. Desweiteren wird an die von Ernst Honigberger geführte Kunstschule erinnert. Der Kunst- und Musikschule Honigberger verdankt Wehr zahlreiche kulturelle Impulse.

Die Violinistin Erna Honigberger (1894 bis 1974) wurde bis zu ihrem 14. Lebensjahr von ihrem Vater Karl Kroder in Bayreuth ausgebildet und konzertierte ab ihrem 15. Lebensjahr als Solistin in Orchester-Konzerten. Sie studierte an der Musikhochschule in München. Mit 18 Jahren absolvierte sie dort das Absolutorium, das Solistendiplom mit Auszeichnung in Violine und auch Klavier. Mit 24 Jahren wurde sie als Dozentin der Meisterklasse für Violine an das Klindworth-Scharwenka-Konservatorium in Berlin berufen. Nach dem Verlust ihrer Wohnung in Berlin verlegte sie ihren Wohnsitz 1943 nach Wehr. Der in Kronstadt/Brasov geborene Kunstmaler Ernst Honigberger (1885 bis 1974) studierte an den Kunstakademien in Berlin und München.

Nach dem Kriegsdienst zog es ihn 1919 nach Berlin, wo er an Ausstellungen der avantgardistischen Novembergruppe und der Berliner Secession teilnahm. Honigberger hatte in den 1920er Jahren zahlreiche Ausstellungen in Deutschland, Rumänien, Ungarn, Schweden und der UdSSR. Nach der Vernichtung seines Berliner Ateliers durch einen Bombenangriff ließ er sich ebenfalls in Wehr nieder und gründet hier 1946 mit seiner Frau die Kunst und Musikschule Wehr. An der Kunst- und Musikschule Honigberger wurden zahlreiche Künstler und Musiker ausgebildet. Darunter war auch die Geigerin Anne-Sophie Mutter.

Das Buch ist beim Förderkreis Stadtmuseum sowie in der Buchhandlung Volk erhältlich. Begleitet wird seine Veröffentlichung von einer Ausstellung im Alten Schloss, die am Freitag, 24. November, um 19 Uhr eröffnet wird. Es spricht Reinhard Valenta. Die Ausstellung ist bis 11. Februar 2018 zu sehen immer sonntags von 14 bis 17 Uhr.

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