Nach wie vor ist die Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum sehr hoch. Das wurde in der Mitgliederversammlung der Baugenossenschaft Tiengen deutlich, die im Hotel Bercher über die Bühne ging. Regie führten Geschäftsführerin Dagmar Bodmer und Aufsichtsratsvorsitzender Wolfgang Müller. Zu Gast waren Harald Würtenberger als Vertreter der Stadt, Andreas Vogt von der Baugenossenschaft Föfa und Roland Arzner von der Baugenossenschaft Waldshut.

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Wohnungsmodernisierungen

Zum Bestand der Baugenossenschaft Tiengen zählen gegenwärtig 33 Gebäude mit 164 Wohnungen, 42 Garagen und 88 Stellplätze. Der Schwerpunkt der wohnungswirtschaftlichen Aktivitäten lag 2018 in der Instandsetzung und Modernisierung des genossenschaftlichen Wohnungsbestandes. Ziel sei es gewesen, so Dagmar Bodmer in ihrem Jahresbericht, den Bestand zu sichern, Wohnungen zeitgemäß zu modernisieren und Leerstände zu vermeiden. Dafür wurden 529 000 Euro (Vorjahr 224 000 Euro) investiert, deutlich mehr als in den vergangenen Jahren.

Das führte zu einem Jahresfehlbetrag von 174 000 Euro. „Aus diesem Grunde dafür können wir diesmal keine Dividende an unsere Mitglieder auszahlen“, bedauerte Wolfgang Müller. Die Bilanzsumme lag bei knapp vier Millionen Euro, etwas niedriger als im Vorjahr.

Wo erneuert wurde

Im Geschäftsjahr 2018 wurden Instandsetzungs- und Modernisierungsarbeiten in der Köllerstraße 9, 11 und 13 durchgeführt, in der Schillerstraße 1, 5, sowie 7 bis 13, in der Schaffhauser Straße 77 bis 83, in der Zeppelinstraße 56 und in dem denkmalgeschützten Gebäude, Schaffhauser Straße 46/48. Auf dem Gelände Schillerstraße 7 bis 9 wurden zehn neue Stellplätze angelegt und die Plätze für Mülltonnen erweitert. Zur Umsetzung der Maßnahmen wurden zwei neue Darlehen über 220 000 Euro und 470 000 Euro aufgenommen.

Höhere Mieteinnahmen

Gekündigte Wohnungen konnten zum größten Teil zeitnah wiedervermietet werden. Es gab acht Auszüge und zehn Zuzüge. In den vergangenen neun Jahren wurden von der Baugenossenschaft Tiengen insgesamt 3,9 Millionen Euro ausgegeben, in der Hauptsache für Modernisierungen und Instandhaltungen. In dieser Zeit erhöhten sich die Einnahmen aus den Kaltmieten um 26 000 Euro auf insgesamt 642 000 Euro.

„Die Nachfrage bei unserer Genossenschaft ist gleichbleibend hoch“, stellte Geschäftsführerin Dagmar Bodmer in ihrem Resümee fest. „Daher kann sich die Genossenschaft über Bewerbungen für Mietwohnungen, egal welcher Größe, nicht beklagen.“ 2019 liege der Fokus auf die Instandsetzung der derzeit nicht vermietbaren Wohnungen. Auch Wohnungen, die durch Tod oder Umzug frei werden, sollen modernisiert werden.