Nach 29 Jahren als hauptamtlicher Organist an der Todtmooser Wallfahrtskirche Unserer lieben Frau wurde Michael Asal zu Silvester im Rahmen des Jahresabschlussgottesdienstes verabschiedet. Als langjähriger Chorleiter wurde Asal zum Ehrenmitglied des Kirchenchores ernannt. Asal selbst verabschiedete sich in seiner humorigen Art von der Kirchengemeinde.

Mit Tränen in den Augen fand Prior Pater Roman Brud herzliche Worte des Abschieds: „In schwierigen Zeiten kann man die Menschen kennenlernen, wie sie wirklich sind“, so der Pater in Bezug auf das Coronajahr. Brud weiter: „Orgelmusik ist die Kraft Gottes. Gehe weiter auf dem Weg, den Gott dir schenkt“. Brud hob die Bedeutung der Kirchenmusik hervor. 60 Prozent des Wohlfühlens im Gottesdienst werde von der Musik geprägt, so der Geistliche.

Die Vorsitzende des Kirchenchores, Brigitte Ernst, überraschte Asal mit der Ernennung zum Ehrenmitglied des Chores, den er vor 29 Jahren wieder neu aufbaute. Die Vorsitzende des Pfarrgemeinderates der Seelsorgeeinheit Todtmoos-Bernau, Elvira Köpfer, überreichte Asal symbolisch einen Schlüssel, damit er auch weiterhin Zugang zur Empore und zur Orgel hat: „Es fällt schwer, dich verabschieden zu müssen“, so Köpfer. Rückblickend lobte sie das virtuose Orgelspiel Asals: „Mit dir hat unsere Orgel ihren Meister gefunden“.

Für den Kirchenchor zählte Gertrud Freitag in einem Rückblick die Höhepunkte auf, die Asal gemeinsam mit dem Chor erleben durfte. Als „unvergesslich“ bezeichnete sie die von Michael Asal selbst komponierte „Kleine Festmesse“, die im Jubiläumsjahr der Gründungslegende der Wallfahrtskirche 2005 uraufgeführt wurde. Dank dem Engagement des Chorleiters wurde dem Kirchenchor zum 130-jährigen Bestehen die Palestrina-Medaille verliehen. Auch beim 750-jährigen Jubiläum von Todtmoos hatte Asal „hinter den Kulissen“ erheblich mitgewirkt.

Gertrud Freitag: „Dieser Chorleiter war ein Glücksfall für uns.“ Dank kam auch von den Mitgliedern der kleinen Schola, welche während der Pandemie in den Gottesdiensten singt. Asal selbst verabschiedete sich in seiner bekannt humorigen Art: „Ich trete nun in den kirchenmusikalischen Hintergrund. Die Kirchenmusik wird aber auch künftig einen Platz in meinem Leben haben.“ Nach einem „Kurzurlaub“ werde er auf Bitte von Pater Brud beim Pauliner-Patrozinium im Januar mitwirken.