Unter dem Thema „Meere in Gefahr – welche Bedeutung haben die Meere für uns?“ fand im Schuljahr 2021/22 zum 64. Mal der Schülerwettbewerb des Landtags von Baden-Württemberg zur Förderung der politischen Bildung statt. 1079 Plakate wurden von allen Schularten eingereicht, die Realschule Stühlingen war dabei mit 28 Plakaten von Schülern der Klassen zehn, die von Kunsterzieherin Christine Hirschbeck betreut wurden.

Von links: Aurea Armbruster, 1. Preis – Kunsterzieherin Christine Hirschbeck, betreuende Lehrerin – Emily Siehler, 2. Preis
Von links: Aurea Armbruster, 1. Preis – Kunsterzieherin Christine Hirschbeck, betreuende Lehrerin – Emily Siehler, 2. Preis | Bild: Angela Böhrer

Im gesamten Realschulbereich gab es insgesamt neun erste Preise – über einen davon darf sich Aurea Armbruster aus Eberfingen freuen. Sie setzte das Thema um mit dem Meeresgott Poseidon als Müllmann, auf dessen Harpune sie all das platzierte, was heutzutage im Meer zu finden ist. Eine Idee, die die Jury so beeindruckte, dass sie Aureas Plakat mit auf das Titelbild zur Juryarbeit in der Begleitbroschüre nahm. Aufgrund der Corona-Einschränkungen findet in diesem Jahr keine Bildungsreise für die Erstplatzierten statt, Aurea wird stattdessen ein Preisgeld in Höhe von 400 Euro bekommen.

Eine weitere hervorragende Arbeit kam von Emily Siehler, die mit einem zweiten Preis honoriert wurde. 21 dritte Preise komplettierten das Bild von einer kunstbegeisterten und begabten Gruppe mit dem Wahlfach Bildende Kunst des diesjährigen Abschlussjahrgangs.

Auch in diesem Jahr ist bei der Auswahl der Preise für den Schülerwettbewerb Nachhaltigkeit ein wichtiges Kriterium. „Upcycling“ liegt heute wieder voll im Trend, und vor diesem Hintergrund besteht der zweite Preis aus einem Rucksack aus Lastwagenplanen von der Lederschmiede Stuttgart, gefertigt in liebevoller Handarbeit. Der dritte Preis ist eine stylische Bauchtasche aus Airbags des Kölner Startup „airpac“, das Rucksäcke und Accessoires aus Autoschrott herstellt.

Unter welchen Kriterien die Plakate bewertet wurden, war in der sehr umfangreichen Broschüre zum Wettbewerb nachzulesen. Direkt aussortiert wurden „Text-Wüsten“ sowie Plakate mit Schreibfehlern. „Ein Plakat ist ein Bildmedium mit geringem Textanteil. Es hat gemeinhin einen Slogan in großen Lettern und ist auf eine Fernwirkung ausgerichtet. Es muss sich schnell mitteilen. Das Plakat trifft auf uns im Alltag und meist im Vorbeigehen.“ Weiterhin legte die Jury Wert auf eine gute Gestaltungsqualität sowie Ideenreichtum. „Individuelle und ungewöhnliche Ansätze erfreuen uns und bleiben im Gedächtnis.“