St. Blasien Katastrophennacht in Menzenschwand: Der Grüne-Landtagsabgordnete Reinhold Pix macht sich ein Bild vor Ort

Der Grüne-Landtagsabgordnete Reinhold Pix spricht mit Bürgermeister Adrian Probst über mögliche finanzielle Hilfen des Landes. Eingehend informierten Bürgermeister und Ortsvorsteher den Landtagsabgeordneten über die Ereignisse der Katastrophennacht und den Stand der Aufräumarbeiten.

Menzenschwand (csi) Vor einer Woche hatte ein Lawine aus Geröll, Schlamm und Holz im Menzenschwander Hinterdorf immensen Schaden verursacht. Am Freitag informierte sich der Landtagsabgordnete Reinhold Pix vor Ort und sprach mit Bürgermeister Adrian Probst und Ortsvorsteher Joachim Gfrörer über mögliche finanzielle Hilfen des Landes. Eingehend informierten Bürgermeister und Ortsvorsteher den Landtagsabgeordneten über die Ereignisse der Katastrophennacht und den Stand der Aufräumarbeiten. Der Schwarzbergweg konnte inzwischen provisorisch zumindest so weit instand gesetzt werden, dass er für die Anwohner wieder befahrbar ist.

Die Trinkwasserleitung wurde repariert, die Wasserqualität ist nicht zu beanstanden, sagte Gfrörer auf Frage von Pix. Derzeit ist eine Baufirma aus Todtmoos, die seit den Ereignissen trotz der eigentlich geplanten Betriebsferien mit sechs Mann im Einsatz ist, dabei, ölhaltiges „Geschwemmsel“, wie es Gfrörer nannte, abzutragen.

Auf Seiten der Stadt stehen vier erste Schritte an. Neben den Aufräumarbeiten gilt es, die Schäden zu erheben. Dies soll am Montag Abend beendet sein. Anschließend werden erforderliche Maßnahmen beraten und bis Dienstag soll ein Gesamtpaket geschnürt sein.

Auch Vorsorgemaßnahmen stehen an, erklärte der Rathauschef auf Frage von Pix, der darauf hinwies, dass künftig mit häufiger auftretenden Naturkatastrophen zu rechnen sei. Ins Auge gefasst werden Murenfänge entlang des fraglichen Wasserlaufes, Geologen von Landratsamt und Regierungspräsidium sowie ein Schweizer Spezialist seien bereits vor Ort gewesen, sagte der Ortsvorsteher. Auch Hänge sollen durch Bewuchs stabilisiert werden.

Auf die Stadt kommen Kosten in derzeit noch nicht absehbarer Höhe zu. Aber es gibt auch Hoffnung auf finanzielle Hilfen. Pix wies auf den Haushalt des Landes hin, der 30 Millionen Euro für Naturkatastrophenhilfe vorsieht, fünf Millionen Euro stehen an Soforthilfe zur Verfügung. Er habe bereits mit Finanzministerin Edith Sitzmann gesprochen und darauf hingewiesen, dass die Stadt St. Blasien auf finanzielle Unterstützung angewiesen sei, so der Abgeordnete. Er wies zudem auf mögliche Fördermittel aus verschiedenen „Töpfen“ wie dem Entwicklungsprogramm für den ländlchen Raum (ELR) und Förderung für Straßenbau, Hochwasserschutz und Forst hin. Er könne zwar nichts konkret versprechen, werde aber alles tun, was ihm möglich sei, um die Stadt zu unterstützen.„Wir lassen Euch nicht im Regen stehen“, so der Angeordnete wörtlich. Bürgermeister Probst bedauerte, dass angesichts der Ereignisse bereits angestoßene Projekte, etwas in Sachen Biospärengebiet, zurückstehen müssten. Es sei eine Aufbruchstimmung zu spüren gewesen, die nun einen Dämpfer erfahren habe. Dies sei fast noch schlimmer als die finanzielle Seite. Die Unterstützung, die man erfahre, sei daher psychologisch besonders wichtig, so der Rathauschef weiter.

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