Schwarzafrikaner sollen weibliche Gäste im Parkschwimmbad Lörrach belästigt haben, das wurde vergangene Woche durch die Polizei bekannt. Ob es sich aber tatsächlich so zugetragen hat, ist bisher unklar – es fehlen nämlich Zeugen. Alexander Rudnick, technischer Leiter der städtischen Bäderbetriebe, erklärte auf Anfrage, dass zwischen zwei Vorfällen im Bad unterschieden werden müsse. „Eine Gruppe von 12 bis 15 jungen Männern sprang vom Rand des Schwimmerbeckens ins Wasser und wurde vom Schwimmmeister ermahnt.“ Unabhängig davon sei dann eine Frau zum Bademeister gekommen und habe erzählt, ihre 13-jährige Tochter sei von einem „südländisch aussehenden“ Mann unsittlich berührt worden.

Der Schwimmmeister bat sie zu warten und nach Eintreffen der Polizei eine Aussage zu machen. Als die Polizei im Parkschwimmbad ankam, waren aber sowohl Frau mit Tochter als auch die Gruppe junger Männer verschwunden.

Am Abend des Vorfalls hat sich bei der Polizei Lörrach ein Mann gemeldet, der beobachtet haben will, wie Männer eine Gruppe junger Frauen belästigt hätten, so ergänzte ein Polizeisprecher am Montagnachmittag. Seither hätten sich keine weiteren Zeugen gemeldet – auch nicht die Mutter der 13-Jährigen. Rudnick will die beiden Vorkommnisse – das regelwidrige Verhalten am Becken und die angebliche Belästigung – aber zunächst nicht in Zusammenhang bringen. Außerdem seien nur einige der Männer, die am Becken aufgefallen waren, dunkelhäutig gewesen.

Beim Bäderbetrieb geht man davon aus, dass die Männer aus dem Elsass waren, sie sprachen Französisch. Rudnick hält den Vorfall für einen Einzelfall. Bereits seit dem vergangenen Jahr habe man an gut besuchten Tagen – wie auch der Mittwoch einer war – immer sechs Schwimmmeister im Bad. Tagesverbote erteilen diese selbst; bei extremem Fehlverhalten, Gefährdung anderer oder Drogendelikten wird die Polizei hinzugerufen und werden längerfristige Hausverbote durch die Stadtwerke verhängt.