Mit der Verabschiedung der Rektorin der Gemeinschaftsschule Klettgau, Gerda Schilling, geht eine Ära zu Ende. Generationen von Schülern hat sie als Lehrerin und später als Rektorin durch die Schule begleitet und in ihr zukünftiges Leben entlassen.

Nur schwer zu ersetzen

So gesehen war dies eine ganz persönliche Entlassfeier für Gerda Schilling, die mit viel Herzblut und noch mehr Energie 33 Jahre lang an der Klettgauer Schule tätig war. Die groß angelegte Feier, für die sich alle am Schulleben Beteiligten enorm ins Zeug gelegt hatten, machte jedem Gast deutlich, dass man Gerda Schilling höchst ungern ziehen lässt und dass diese energiegeladene Persönlichkeit nur schwer zu ersetzen sein wird.

Mit einem strahlenden Lachen tritt Gerda Schilling von der Schulbühne der GMS Klettgau ab und freut sich auf ihr Sabbatjahr. Von links: Konrektorin Constanze Trumpf, Gerda Schilling, Bürgermeister Ozan Topcuogullari und Schulrat Helios Scherer.
Mit einem strahlenden Lachen tritt Gerda Schilling von der Schulbühne der GMS Klettgau ab und freut sich auf ihr Sabbatjahr. Von links: Konrektorin Constanze Trumpf, Gerda Schilling, Bürgermeister Ozan Topcuogullari und Schulrat Helios Scherer. | Bild: Eva Baumgartner

„Ehrlich, direkt, fachlich kompetent“, so charakterisierte sie Bürgermeister Ozan Topcuogullari in seiner Laudatio, „eine Frau, die mit Leib und Seele, voller Überzeugung für die Schule einstand und kämpfte“. Er ließ dabei ihre berufliche Laufbahn Revue passieren, und schloss mit den Worten: „Diese Schule ist Ihre Schule, Frau Schilling.“

Spuren hinterlassen

Auch Schulrat Helios Scherer betonte die Bedeutung und die Spuren, die die scheidende Rektorin hinterlassen wird. Auf dem Weg von der Hauptschule zur Werkrealschule und hin zur Gemeinschaftsschule – immer habe sie zusätzliche Verantwortung übernommen. Dabei sei sie oft auf Holprigkeiten und Widrigkeiten gestoßen, habe aber niemals aufgegeben. „Sie hatte mit den Schwierigkeiten eines Propheten im eigenen Land zu kämpfen“, so der Schulrat, diese aufreibende Herausforderung aber mit großer Loyalität, Geradlinigkeit und Einsatz gemeistert, dafür verdiene sie großen Dank und „was Gerda Schilling geleistet hat, ist nicht verloren.“ Auch den vielen anderen anschließenden Reden und Ansprachen war eines gemeinsam: Sie bescheinigten allesamt der Rektorin mit herzlichen Worten Authentizität, Echtheit und Großherzigkeit.

Erinnerung an lustige Eigenheiten

Eine auffallend persönliche und außerdem äußerst originelle Abschiedsrede hielt der Schulsprecher Constantin Moser. Er erinnerte sich besonders an die berühmten, temperamentvollen Lautsprecherdurchsagen seiner Rektorin, für die sie eigentlich keinen Lautsprecher benötigt hätte. Auch dass sie jedem einzelnen Schüler zum Geburtstag ein kleines Geschenk machte, werde er wohl nie vergessen. Als Abschiedsgeschenk überreichten Schülerinnen einen großen, selbst genähten, kunstvollen Quilt in den Lieblingsfarben ihrer Rektorin Gerda Schilling.

Gerührte Rektorin

Sichtlich gerührt angesichts der vielen herzlichen Worte, der Geschenke und der schönen Feier, bedankte sich die scheidende Rektorin bei allen Beteiligten, darunter auch „Bürgermeister Schmid“ alias Hausmeister Schmid. Dieser freute sich sichtlich über seine überraschende Beförderung.

Unterhaltungsprogramm

Neben all den Reden und den vielen Abschiedsgeschenken sorgten Konrektorin Constanze Trumpf und Kollege Ulrich Theurer am Flügel sowie der Schulchor mit seinem Gesang für ein unterhaltsames Rahmenprogramm. Schließlich war die Schlacht am kalten Büfett eröffnet. Erfrischt und gestärkt wurde dann gemütlich und zwanglos in den Sommerabend hinein gefeiert.