Mit viel Musik, Trubel und Heiterkeit wird jährlich der Erzinger Wein gefeiert. Das große Winzerfest jährte sich zum 60. Mal und ließ einmal mehr den „alten“ Dorfgeist aufleben, der den ganzen Ort vier Tage lang kräftig durchrüttelt und aufmischt, die Einwohner und auch Auswärtige finden sich über die Festtage auf dem großen Festplatz ein. Der Sommer hatte es in diesem Jahr zudem mit dem Wein gut gemeint, sodass das Fest unter einem besonders guten Stern stand.

Zünftige Feier

Am Freitagabend füllte sich bereits das Festzelt zur "Nacht in Tracht". Die Albkracher legten mit Volldampf los, viele Besucher in Dirndl und Lederhose tanzten auf der Tanzfläche oder auf den Festbänken, sangen textsicher bei beliebten Stimmungsliedern oder Rockhits aus voller Kehle mit. Die Unterhaltung sorgte für ein volles Festzelt bis in die späte Nacht hinein.

Rummel für die jüngeren Besucher

Auf dem Rummelplatz mit neuen Ausstellern versammelten und amüsierten sich die Kinder und Jugend, die FC-Schür und die Turnerklause waren gleichfalls beliebte Anlaufstellen. Der Tradition entsprechend, ist allerdings erst die Krönung der neuen Weinprinzessin am Samstagnachmittag der offizielle Festauftakt. Erst mit den gewaltigen Böllerschüssen der Klettgau Kanoniere fiel der offizielle Startschuss.

<strong>Ehrenvoll: </strong>Bürgermeister Ozan Topcuogullari führt die Festgesellschaft zur Krönung der Erzinger Weinprinzessin.
Ehrenvoll: Bürgermeister Ozan Topcuogullari führt die Festgesellschaft zur Krönung der Erzinger Weinprinzessin. | Bild: Eva Baumgartner

Der Tross der Festgesellschaft zog unter den neugierigen Blicken der zahlreich am Straßenrand stehenden Zuschauer zur Musik der Erzinger Winzerkapelle ins Festzelt ein. Mittendrin war die neue Erzinger Weinprinzessin Mara Stoll. Unter den geladenen Festgästen war die Politprominenz aus der Region: die Parlamentarische Staatssekretärin Rita Schwarzelühr-Sutter (SPD), der CDU-Bundestagsabgeordnete Felix Schreiner, die Bürgermeister der benachbarten Gemeinden sowie die Alt-Bürgermeister Hubert Roth und Volker Jungmann sowie zahlreiche Gäste der italienischen Partnergemeinde Sanza. Bürgermeister Ozan Topcuogullari begrüßte sie herzlich.

<strong>Hoheitsvoll: </strong>Die Bodensee-Weinprinzessin Pia Dreher krönt Mara Stoll zur Erzinger Weinprinzessin 2018/2019.
Hoheitsvoll: Die Bodensee-Weinprinzessin Pia Dreher krönt Mara Stoll zur Erzinger Weinprinzessin 2018/2019. | Bild: Eva Baumgartner

Für die bis dahin amtierende Erzinger Weinprinzessin Cecilia Indlekofer ging ein „spannendes Jahr“ zu Ende, sie gab ihrer Nachfolgerin Mara Stoll mit auf den Weg: „Liebe Mara, einmal Prinzessin, immer Prinzessin!“ Den festlichen Akt der Krönung vollzog die Bodenseeweinprinzessin Pia Dreher und setzte unter rauschendem Applaus der Erzinger Winzertochter Mara Stoll die Krone auf das Haupt. Die neue Weinhoheit ist 20 Jahre alt und absolviert ein BWL-Studium zur Finanzdienstleisterin bei der Sparkasse Hochrhein.

Lob für die Hoheiten

Der Vorsitzende der Winzergenossenschaft, Martin Stoll, charakterisierte Mara Stoll als eine flinke und treue Helferin bei der Weinlese, sie repräsentiere eine neue Generation der Weinprinzessin. Zudem verabschiedete er die scheidende Prinzessin Cecilia Indlekofer mit den herzlichen Worten: „Sie hat ihre Aufgabe mit Bravour gemeistert, besonders mit ihrer Gabe – ihrem fröhlichen Lachen – den Erzinger Wein hervorragend repräsentiert."

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