Das Netz an Elektro-Tankstellen in der Stadt wird dichter. Die beiden Parkhäuser Kursaal und Lohgerbe sollen jetzt mit jeweils zehn weiteren E-Zapfstellen ausgerüstet werden. Die Stadt hat für die Stationen Zuschussanträge gestellt, bestätigte Bürgermeister Guhl auf Anfrage.

Christian Klaiber vom Beratungsbüro Zukunfts-Mobilität hat für die Verwaltung die Sache in die Hand genommen. Klaiber berät die Stadt beim Thema Elektro-Mobilität. Die Anträge für die Zuschüsse wurde Ende letzten Jahres gestellt, um noch in den Genuss der Förderung zu kommen. Klaiber ist zuversichtlich. Auf Nachfrage sagt er: „Wir gehen davon aus, dass die beantragten Zuschüsse gewährt werden.“ Dies könne noch dieses Jahr, vielleicht aber auch erst 2019 der Fall sein. Dann könne mit der Installation begonnen werden. Die beantragte Zuschusshöhe betrage 50 Prozent, so der Berater.

Die Kosten für die einzelnen Ladestationen liegen laut Christian Klaiber weit unter den Kosten der bereits vorhandenen E-Zapfsäulen gegenüber der Post oder am Festplatz. „Pro Stück liegen wir bei rund 1500 Euro“, so Klaiber. Es handle sich um Wandladestationen mit normaler Leistung, also keine Schnelllader. Man sei in den Überlegungen davon ausgegangen, dass die durchschnittliche Parkdauer in den Tiefgaragen mehrere Stunden betrage. Deshalb habe man sich entschieden, Stationen mit normaler Ladekapazität anzuschaffen, dafür aber in höherer Stückzahl.

In der Tiefgarage beim Kursaal wie auch im Parkhaus Lohberge sollen jeweils zehn Ladestationen installiert werden. In der Lohgerbe seien bereits zwei Ladestationen vorhanden, so Klaiber. Die neuen Wandladegeräte verfügen über eine Leistung von 22 KW.

Zum Vergleich: Die Schnellladestation am Festplatz hat 50 KW, diejenige auf dem Parkplatz gegenüber der Post liegt dazwischen. Diese Geräte sind in der Anschaffung auch um einiges teurer. Eine Station wie die bei der Post kostet laut Klaiber zwischen 6000 und 8000 Euro, die Schnellladestation am Festplatz zwischen 20.000 und 25.000 Euro.

Die Ladestationen in Bad Säckingen werden von den Stadtwerken betrieben und liefern zu 100 Prozent Energie aus Wasserkraft, wie die Stadtwerke GmbH versichern.

Bürgermeister Alexander Guhl hält die kontinuierliche Verbesserung der Infrastruktur in der Stadt für wichtig, da die Akzeptanz von Elektrofahrzeugen stetig wachsen werde und damit auch die Anmeldezahlen steigen.

Die Zahlen geben ihm Recht. Waren im Juli 2016 noch rund 120 Elektrofahrzeuge im Landkreis Waldshut gemeldet, sind es heute um die 200 – Hybridfahrzeuge nicht mitgezählt. Aktuell zugelassen sind beim Landratsamt Waldshut 174 E-Personenwagen, zwei E-Motorräder, drei E-Dreiräder, 13 Lkw bis 3,5 Tonnen sowie 28 sonstige vierrädriger Fahrzeuge. An Benzin-Elektro-Hybridautos sind im Landkreis 588 angemeldet, beim Hybrid Diesel-Elektro sind es 18.

Ladestationen

In Bad Säckingen sind folgende Ladestationen für Elektrofahrzeuge in Betrieb, die meisten betrieben von den Stadtwerken:

  • zwei Ladestationen im Parkhaus Lohgerbe
  • eine Ladestation beim Bahnhof in der Waldshuter Straße auf einem Parkplatz gegenüber der Post
  • eine Schnellladestation (50 KW) beim Festplatz
  • eine weitere Station betreibt das Hotel St. Fridolin