Jung und politisch interessiert: Das ist die 16-jährige Radharani Rajh, die seit Anfang dieses Jahres gewähltes Mitglied im Jugendgemeinderat Villingen-Schwenningen ist. Sie besucht das Gymnasium der St.-Ursula-Schulen in Villingen und setz sich außerschulisch für die Umwelt ein, durch ihr Mitwirken in der Seebrücke oder Extinction Rebellion. Auch politisch möchte sie sich weiterbilden und der Jugend ihre Einflussmöglichkeiten verdeutlichen, die ihnen der Jugendgemeinderat bietet.

Ihre Motivation für den Jugendgemeinderat?

Durch Freunde und Mitschüler lernte Rajh das Jugendgremium in den vergangenen Jahren kennen. Ihr Interesse an den Aufgaben und dem Arbeiten des Jugendgemeinderates stieg, bis sie sich letztendlich dazu entschloss zu kandidieren. „Ich wollte irgendwann selbst Teil sein und den Weg des politischen Prozesses und dem Entwerfen und Ausarbeiten von Projekt miterleben“, erzählt sie. Sie vertritt die Jugend außerdem im Verwaltungs- und Kulturausschuss, in dem sie an den jeweiligen Sitzungen teilnimmt und sich für mehr Musikevents einsetzen möchte.

Ihr Wunsch für die Zukunft?

Aktuell sind die meisten Mitglieder des Jugendgemeinderates Schüler und Schülerinnen eines Gymnasiums. Die 16-jährige wünscht sich für den Rat einen Querschnitt von Mitgliedern. „Ich fände es wichtig, dass der Jugendgemeinderat ernst- und auch wahrgenommen wird. Es wäre schön, wenn die Jugend besser informiert wäre und sich mehr interessiere – egal ob Auszubildender, Schüler oder Student – finden würden“, meint Rajh. Für die Stadt wünscht sie sich mehr Klimaschutz, zum Beispiel durch Belebung des öffentlichen Personennahverkehrs und mehr Nutzung von grünen Energien.

Welche Projekte sind in Planung?

In nächster Zeit hilft Rajh bei der Planung einer Aftershow im Jugend- und Kulturzentrum, die es nach einem Skatewettbewerb diesen Sommer geben soll. Auch für die Schwenninger Kulturnacht, die dieses Jahr wieder stattfindet, möchte sie mithilfe des Jugendgemeinderates etwas für die Jugend auf die Beine stellen. Außerdem versucht sie, sich für eine gesündere und vielfältigere Ernährung in Schulmensen einzusetzen. Dabei erhofft sie sich, dass bald in mehr Schulen ein veganes Gericht auf dem Speiseplan steht.

Ihre bisherigen Erfahrungen?

„Die ersten Sitzungen waren wirklich richtig cool“, schwärmt sie, „keiner drückt sich vor Aufgaben und Verantwortung und generell haben wir eine gute Gruppendynamik.“ Jeder sei konzentriert bei der Sache und sie hoffe, dass in Zukunft mehr Jugendliche in Villingen-Schwenningen ihre Stimme erheben und die Möglichkeiten des Jugendgemeinderates wahrnehmen: „Veränderung kommt mit der Zeit, aber ich denke, dass so langsam immer mehr klar wird, wie viel wir verändern können.“

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