Der Ärger um die neuen Busfahrpläne ist noch nicht verraucht. Zwar versucht die Stadtverwaltung möglichst viele Kritikpunkte aufzunehmen, doch die Struktur des neuen Fahrplans wird nicht aufgegeben. Der sieht vor, dass die Busfahrgäste Umsteigepunkte nutzen müssen – in der Regel sind das die beiden großen Busbahnhöfe. Schüler trifft das besonders, wenn keine direkten Busverbindungen mehr zu den Bildungseinrichtungen verkehren. Tino Berthold, Vorsitzender des Gesamtelternbeirat, fasste daher die Kritikpunkte in der Gemeinderatssitzung noch einmal zusammen: Die Eltern würden geradezu gezwungen, Elterntaxis für den direkten Weg zu organisieren, das sei das Gegenteil dessen, was eigentlich erreicht werden solle. Zudem werde der Schulweg länger.

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Karl-Henning Lichte (Freie Wähler) verwies darauf, dass sich durch die Aufhebung der Schulbezirke die Situation verändert habe. Allein vom Schwenninger Wohngebiet Strangen würden allerdings zwischen 12 und 20 Schüler in die Neckarschule gehen, hier wie anderswo würde sich eine direkte Verbindung lohnen. Der frühere Kinderarzt verwies darauf, dass Kinder zwischen sechs und acht Jahren mit dem Umsteigen überfordert seien. Hier schlug Matthias Hoppe, ebenfalls von den Freien Wählern, vor, auf das bewährte Modell der Schülerlotsen zurückzugreifen. Hoppe kann sich vorstellen, die Schülerlotsen auch beim Schwenninger Busbahnhof einzusetzen. Die könnten dann die jüngeren Schüler zu den Anschluss-Bussen begleiten.

Tino Berthold meldet sich im Gemeinderat zu dem Thema „Busse“ zu Wort.
Tino Berthold meldet sich im Gemeinderat zu dem Thema „Busse“ zu Wort. | Bild: Hauser, Gerhard

Bürgermeister Detlev Bührer verwies darauf, dass Kinder bei jüngeren Schülern eine Zeitlang mitfahren könnten. Bührer erläuterte zudem, dass die oft kritisierte Linienführung im Wohngebiet Hammerhalde beihalten wird. Der Busfahrplan des Stadtverkehrs Villingen-Schwenningen wurde seit 1. Januar radikal neu strukturiert.

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