Keine Diskussion und keine Fragen: Die VS-Stadträte wollten im Verwaltungs- und Kulturausschuss am heutigen Mittwoch nicht über die Stolpersteine, im Boden verlegte Mahnmale zur Erinnerung an die im Nationalsozialismus ermordeten, deportierten, verfolgten oder in den Suizid getriebenen Menschen, diskutieren. Der Antrag von CDU-Fraktionssprecher Klaus Martin, die Debatte in den Gemeinderat zu verschieben, wurde einstimmig angenommen. Damit fällt am 29. Januar die Entscheidung, eine Tendenz konnte in der aktuellen Sitzung daher nicht festgestellt werden. In Villingen liegen derzeit 19 Steine zu jüdischen Bürgern vor, aber es soll grundsätzlich auch an Verfolgte aus anderen gesellschaftlichen Gruppen erinnert werden. Die Genehmigung zur Verlegung von Stolpersteinen in Villingen-Schwenningen wurde in den Jahren 2004 und 2013 vom Gemeinderat abgelehnt.

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Damit befasst sich der VS-Gemeinderat nächste Woche zum dritten Mal mit dem Thema. Dazu haben 23 Stadträte der Bündnisgrünen, SPD, FDP, CDU und Freie Wähler Mitte November einen überfraktionellen Antrag eingebracht. 

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Die Aktion „Stolpersteine„ hat der Künstlers Gunter Demnig ins Leben gerufen. Er begann Mitte der Achtzigerjahre in Köln damit, seine Steine zu verlegen. Finanziert werden die Stolpersteine durch private Spenden oder Patenschaften.

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