Seit 1926 gibt es sie schon, die Schützengemeinschaft Bad Dürrheim. Zur Tradition gehört für den Verein, immer mal wieder neue Sportschützenarten einzuführen. Waren es anfangs nur Kleinkaliber- und Luftgewehre, so kam später unter anderem das Bogenschießen hinzu.

Blasrohrschießen kann jeder lernen

Eine ganz neue Trendsportart ist das Blasrohrschießen. Und das will der Verein nun auch entwickeln und neben seinen Mitgliedern vor allem auch Besuchern und Gästen anbieten. Mit kleinen hölzernen Pfeilen, vergleichbar mit einem Schaschlikspieß, wird dabei auf Zielscheiben oder Tierfiguren geschossen.

Diese können zwischen sieben und 20 Meter entfernt sein. Dabei zielt der Schütze mit dem Blasrohr auf das Objekt und befördert den Holzpfeil mit der Kraft der eigenen Lunge ins Ziel. Das Ganze ist also ungefährlich und ein Spaß für Jung und Alt.

Auch für Menschen mit Handicaps ist das Blasrohrschießen sehr gut geeignet, da es ebenso im Sitzen ausgeübt werden kann. So können zum Beispiel Rollstuhlfahrer durch das schnelle und kraftvolle Ein- und Ausatmen ihre Lungenfunktion deutlich verbessern. Generell kann jeder rasch das Blasrohrschießen erlernen, bereits nach wenigen Minuten hat man schon erste Erfolgserlebnisse und kann seine Treffsicherheit verbessern.

Rundparcours ist geplant

Seit vergangenem Jahr ist das Blasrohrschießen auch eine offizielle Wettkampfdisziplin, und die Bad Dürrheimer Schützengemeinschaft ist einer der ersten Vereine im Südwesten, die eine Meisterschaft ausrichten werden.

Die Sportart ist vergleichsweise leise, braucht keine langen Distanzen und ist ideal, auch im Freien ausgeübt zu werden. So plant die Schützengemeinschaft den Aufbau eines Rundparcours, der durch einen Teilbereich des Kapfwalds rund um das Schützenhaus herumführt.

Stationen mit realistischen 3D-Tierfiguren

Vorgesehen ist, dort zwölf Stationen mit realistischen 3D-Tierfiguren einzurichten. Diese befinden sich in unterschiedlichen Abständen, zum Teil bis zu 20 Meter weit entfernt, gut versteckt zwischen den Bäumen.

Der Verein hat vor, diesen Parcours auch Besuchern und Gästen zugänglich zu machen. Gegen eine kleine Nutzungsgebühr kann dann jedermann nach einer fachkundigen Einführung sein Können im Blasrohrschießen ausprobieren.

So funktioniert der Vereinswettbewerb

Vor allem für Familien ist das ein großer Spaß, bei dem auch Kinder mitmachen dürfen. Ähnlich, wie zum Beispiel beim Minigolf, ist eine kleine Gruppe zusammen im Freien unterwegs, hat Spaß und ermittelt im fairen Wettbewerb den besten Blasrohrschützen.

Für Erstausstattung und die Anlage und Pflege des Wald-Parcours veranschlagt der Verein eine Investition in Höhe von rund 4500 Euro.

Diese Vereine kämpfen im großen Vereinswettbewerb um den Sieg.