Das von der DRK-Rettungshundestaffel genutzte Vereinsgelände liegt hinter dem Gewerbegebiet Dickenhardt in Schwenningen. Dort steht das durch einen Zaun gesicherte Vereinsheim, in dem auch Einsatzgeräte gelagert sind. Diese Umzäunung, die auch vor Vandalismus schützen soll, ist nun allerdings irreparabel beschädigt und muss dringend erneuert werden.

Auf der großen Wiese daneben übt die DRK-Rettungshundestaffel zwei- bis dreimal im Monat Gehorsams- und Gerätearbeit mit den Hunden. Ansonsten sind die Teams im Wald, dem privaten Einsatzgebiet der Staffel oder auch beim Ausbildungstraining anzutreffen. Ein Team besteht aus dem Hundeführer oder der Hundeführerin und dem eigenen Hund. Oft haben die Teams auch zwei Hunde.

Eine der Hundeführerinnen ist Laura Weber. Wenn sie ihren Werdegang zur Rettungshundestaffel schildert, wird deutlich, wie anspruchsvoll der ehrenamtliche Dienst auf diesem Gebiet ist. Vor etwa zehn Jahren entschied Laura Weber sich für einen Hund, einen Labrador-Mischling. Der Hund heißt Balou. „Das wäre doch was für mich und Balou“, dachte sie sich, als sie von der Rettungshundestaffel hörte.

Zehn bis 15 Sucheinsätze jährlich

Doch diese Aufgabe erwies sich als Herausforderung. Am Anfang stand die über zwei Jahre dauernde Einsatzkräfte-Ausbildung für die Hundebesitzerin und ihren Vierbeiner. 2015 waren Frau und Hund dann offiziell ein Team in der DRK-Rettungshundestaffel. Ihren ersten Einsatz hatten sie in Königsfeld. Die Polizei hatte sie gerufen, weil jemand Hilfeschreie aus dem Wald gehört hatte.

Zu zehn bis 15 Sucheinsätzen im Jahr wird die Rettungshundestaffel angefordert. Einsätze, bei denen Kinder gesucht werden, Demenzkranke, suizidgefährdete Personen oder zum Beispiel auch schon mal vermisste Pilzsammler. „Ausgebildet werden die Hunde entweder zu Flächensuchhunden oder zu sogenannten Mantrailern“, erläutert Laura Weber.

Flächensuchhunde zeigen jeden Menschen an, auf den sie im Suchgebiet treffen. Mantrailer hingegen werden mit einem Individualgeruch vertraut gemacht, suchen also nach einer bestimmten Person. Laura Webers erster Hund Balou ist ein Flächensuchhund. Inzwischen gehört zu ihrem Team auch die fünfjährige Black-River-Hündin Luna an. Sie ist als Mantrailer-Suchhund ausgebildet.

So funktioniert der Vereinswettbewerb

Als Laura Weber von der Arbeit der Rettungshundestaffel berichtet, zeigt sie auch auf den beschädigten Zaun rund um das Vereinsheim, der möglichst bald wieder instandgesetzt werden sollte. Die Hundebesitzerin hofft wie ihre Kameraden auf einen Zuschuss für die Reparatur.

Diese Vereine kämpfen im großen Vereinswettbewerb um den Sieg