Lange war die Fieberambulanz in Schwenningen erste Anlaufstelle für alle Corona-Verdachtsfälle. Am 31. Juli wurde sie geschlossen und durch fünf Corona-Schwerpunktpraxen ersetzt. Die Kassenärztliche Vereinigung Baden-Württemberg (KVBW) hatte damals gegenüber dem SÜDKURIER nicht genau nennen wollen, wo sich diese Praxen befinden. Damit wollte die KVBW verhindern, dass die Praxen überrannt werden. Patienten sollten an die Info im Bedarfsfall über ihren Hausarzt kommen.

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Nun hat sich die Situation geändert. Auf der Seite der KVBW sind alle Corona-Schwerpunktpraxen mit Namen, Anschrift und Telefonnummer aufgleistet und nach Landkreis sortiert. Beim Blick auf den Schwarzwald-Baar-Kreis fällt auf: Statt der ursprünglich fünf Praxen, gibt es in der Zwischenzeit 18. Warum ist das so?

„Das ist ein laufender Prozess“, sagt Swantje Middeldorff von der Kassenärztlichen Vereinigung im Land. Die KVBW hat bislang Werbung gemacht, um weitere Praxen zu bewegen, Corona-Schwerpunktpraxis zu werden. Im Schwarzwald-Baar-Kreis hat das geklappt.

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„Natürlich muss eine solche Praxis die Voraussetzungen dafür mitbringen. „Es muss beispielsweise genügend Räume geben. Oder aber, eine Praxis hat die Möglichkeit, Corona- und Nicht-Corona-Patienten zeitlich von einander zu trennen“, so Middeldorff weiter. Geprüft werden Praxen von der KVBW übrigens nicht: „Da vertrauen wir unseren Ärzten.“

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Dass mehr Corona-Schwerpunktpraxen benötigt werden, liegt vor allem an der Jahreszeit und den damit verbundenen veränderten Voraussetzungen: „Uns war früh klar, dass wir eine andere Strategie für den Herbst und Winter brauchen“, sagt Middeldorff.“ Ob die 18 Einrichtungen im Schwarzwald-Baar-Kreis ausreichen, sei schwer zu sagen. Klar ist aber, dass Testmöglichkeiten gebraucht werden.

Wenn Einrichtungen Corona-Schwerpunktpraxen sind, sagt Middeldorff, erhalten Ärzte „Zusatzpositionen“. Die KVBW-Pressesprecherin sagt: „Klar, das ist auch finanziell nicht uninteressant für die Ärzte.“

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