Kerzen auf einem Kuchen auszupusten war gestern. Ein gewöhnlicher Festakt wäre wohl auch nicht das passende Format für einen Verein, der sich die Förderung von Innovationen, Zukunftstechnologien, Wissenschaft und das Netzwerken auf die Fahnen geschrieben hat. Wenn also das Innovationsnetzwerk Schwarzwald-Baar-Heuberg zehnten Geburtstag feiert, dann soll von diesem Ereignis auch ein Impuls ausgehen, der die Herausforderungen der Zukunft für die Wirtschaftsregion noch einmal deutlich macht. „Das war uns wichtig“, erklärt der zweite Vorsitzende Alexander Bullinger. Zwar sei das Thema mittlerweile in vielen Köpfen kein Fremdwort mehr, doch es mangle noch an der konkreten Umsetzung. Es wird also nicht nur gefeiert. Die Besucher sollen einen Profit mit nach Hause nehmen. In Arbeitsgruppen zu Themen wie Digitalisierung, künstliche Intelligenz, Blockchain, virtuelle Realität, neue Fertigungsmethoden und Unternehmensgründung können sich Teilnehmer vernetzen und gemeinsam an Ideen und Lösungen feilen, wie diese Möglichkeiten in der Region und in Unternehmen sinnvoll angewandt werden könnten. Der SÜDKURIER ist Medienpartner der Veranstaltung.

Bild: Fröhlich, Jens

innoXday„: Unter dem Titel „innoXday“ findet die große Geburtstagsveranstaltung am Mittwoch, 9. Oktober, ab 9 Uhr in der Neuen Tonhalle in Villingen und parallel in der Schwenninger Neckarhalle statt. Einladungen an Mitglieder, Partner und Sponsoren werden derzeit verschickt. „Es sind aber alle Interessierte willkommen“, so Bullinger. Für die Veranstaltung in der Tonhalle ist eine kostenlose Anmeldung über die Internetseite www.innoxday.de nötig. In der Neckarhalle kann man einfach so teilnehmen. Auf die Besucher wartet ein innovatives Programm. Nach Ansprachen von Oberbürgermeister Jürgen Roth und Landrat Sven Hinterseh findet in Villingen ein Impulsvortrag von Zukunftsforscher Sven Gábor Jánszky statt, der aufzeigen wird, wie sich Leben, Wirtschaft und Arbeitswelt bis 2030 verändern werden. Danach sind ein Stärkung, Arbeitsgruppen, eine Podiumsdiskussion, weitere Vorträge, die Ergebnispräsentation sowie ein Ausblick geplant. „Und wir verlosen zehn Mitgliedschaften unter den Teilnehmern“, nennt Bullinger einen Punkt im Rahmenprogramm. Die Veranstaltung richtet sich Schwerpunktmäßig an Unternehmer und Führungskräfte. In Schwenningen soll das Thema Unternehmensgründung im Vordergrund stehen und so möglichst viele Studenten anlocken.

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Livestream: Um die beiden Veranstaltungen an unterschiedlichen Orten zu einem gemeinsamen großen Geburtstag verschmelzen zu lassen, sollen die VS-Hallen über eine Liveschaltung miteinander vernetzt werden. So wird zum Beispiel der Vortrag von Jánszky von Villingen in Echtzeit in der Neckarhalle gezeigt. Auch die Ergebnispräsentationen aus den Arbeitsgruppen in Villingen und Schwenningen sollen jeweils in den anderen Stadtteil übertragen werden. „Wir wollen damit zeigen, dass es wichtig ist, die Herausforderungen gemeinsam anzupacken.“

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Innovationsnetzwerk: Vor zehn Jahren schlossen sich einige Unternehmer aus der Region ehrenamtlich zusammen, um den gegenseitigen Austausch von Informationen und Ideen zu fördern. Am 6. November 2013 wurde von der Initiative ein gemeinnütziger Verein gegründet, der seither kontinuierlich wächst und sein Angebot erweitert. Knapp 100 Firmen, Institutionen und Einzelpersonen sind bereits Mitglied und profitieren von den Angeboten. Laut Satzung soll der Verein die Vermittlung von Wissen aus innovativen Unternehmen sowie die Vernetzung von Wissenschaft und Wirtschaft in der Region fördern. Der Verein will damit einen Beitrag leisten, Wertschöpfung, Steueraufkommen und Kaufkraft in der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg zu sichern. Einzelpersonen zahlen 120 Euro Jahresbeitrag, Unternehmen 250 Euro. Eine Fördermitgliedschaft kostet 1200 Euro. Für Studenten und Auszubildende ist die Mitgliedschaft kostenlos. Auch Körperschaften des öffentlichen Rechts und Existenzgründer können sich von der Beitragspflicht befreien lassen.

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Angebot: In regelmäßigen Abständen organisiert das Innovationsnetzwerk für seine Mitglieder Ausfahrten zu Unternehmen, die bereits heute innovativ arbeiten, wie zum Beispiel zu Bosch in Reutlingen und Trumpf in Ditzingen. Netzwerktreffen und Tagungen ergänzen das Angebotsspektrum. „Rund 60 solche Veranstaltungen habe bereits stattgefunden“, schätzt Bullinger. Mitglieder, die sich weiterbilden möchten, profitieren von Vergünstigungen. Mit sogenannten Innovationsworkshops bietet der Verein auch einen individuell zugeschnittenen Prozess für Unternehmen an, diese von der Ideenfindung bis zur Umsetzung zu begleiten. Der grobe Rahmen für die Aktivitäten werden über wechselnde Schwerpunktthemen wie Industrie 4.0, Auto Mobil oder Umwelttechnologie abgesteckt.

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