Schwarzwald-Baar (rod) Das Innovationsnetzwerk Schwarzwald-Baar-Heuberg hatte zum Thema einer engeren Zusammenarbeit von Gründerszene und regionaler Industrie ins Uhrenmuseum VS-Schwenningen eingeladen. Jens Freiter und Philipp Kessler vom neu gegründeten Startup Netzwerk Bodensee erläuterten dabei, wie eine Partnerschaft zwischen Mittelstand und neu gegründeten Unternehmen – auch als Startup oder Start-ups bezeichnet – gelingen kann.

  • Das Innovationsnetzwerk: Ziel des Innovationsnetzwerkes ist es, interessierte Partner in einem regionalen Netzwerk zusammen zu bringen, damit sie ihre Stärken und Innovationstätigkeiten im Rahmen neuer Verbindungen und neuer, gemeinsam formulierter Ziele wirkungsvoller entfalten können. Der Vorsitzende Armin Frank berichtete über die Gründerregion der Vergangenheit mit der größten Uhrenregion der Welt, der Unterhaltungselektronik, der Computertechnologie und dem noch heute wichtigen Standort im Maschinenbau. Derzeit sei die Region führend in der Medizintechnik, IT-Spezialisten in der Finanzindustrie und im Bereich der Automobilzulieferer.
  • Das Startup Netzwerk Bodensee: Es ist neuer Kooperationspartner des Innovationsnetzwerkes Schwarzwald-Baar-Heuberg. Gegründet wurde es von Jens Freiter, der das erfolgreiche Internetportal Holidaycheck – heute in der Hand von Burda – mit ins Leben gerufen hat, sowie von Philipp Kessler, Gründer des Start-Up Wirkaufens, das innerhalb von vier Jahren mit 100 Mitarbeitern 30 Millionen Euro Umsatz erzielt hatte. Beide kamen als Referenten zum Innovationsnetzwerk nach VS-Schwenningen.
  • Die Mission: Es geht darum, Start-ups mit kleinen und mittleren Unternehmen, Dienstleistern, öffentlichen Institutionen, Investoren und Hochschulen zu vernetzen. Mittelstand und Start-up sollen so von einander profitieren.
  • Die Gründerszene in der Region: Philipp Kessler brachte es in seinem Vortrag auf den Punkt. „Gemessen am Potenzial könnte noch mehr passieren. Wir sind eine finanzstarke Region. Einerseits locken Unternehmen die Spitzenleute direkt nach dem Studium mit höchst lukrativen Angeboten, anderseits besteht mehr Handlungsbedarf bei den Gründerzentren an den Hochschulen“, sagt Kesseler. Diese seien nur mit 50-Prozent-Stellen oder gar nicht besetzt.
  • Die Teilnehmer: Unter den rund 50 Teilnehmern waren Unternehmer, Gründer, Hochschulprofessoren, Bankenvertreter, öffentliche Institutionen, Mittelständler. Dass die Netzwerkarbeit schon gepflegt wird, war nach dem Vortrag zu erkennen. Neue und bestehende Kontakte wurden geknüpft und vertieft.