Der Landkreis rüstet sich für erste Corona-Impfungen nach dem Jahreswechsel. Die Einrichtung von Impfzentren in Baden-Württemberg soll in zwei Schritten geschehen. In jedem der vier Regierungsbezirke – Stuttgart, Karlsruhe, Tübingen und Freiburg sollen zunächst ein bis zwei Impfzentren eingerichtet werden, in denen am Tag rund 1500 Impfungen durchgeführt werden können. In einem zweiten Schritt soll es demnach Impfzentren in allen 35 Landkreisen geben.

Vorschläge bis Montag gefordert

Auch der Landkreis Tuttlingen ist gefordert, mögliche Standorte ausfindig zu machen und diese, wie aus einer Pressemitteilung aus dem Landratsamt hervorgeht, bis Montag, 23. November an das Sozialministerium in Stuttgart zu melden.

Rahmenbedingungen stimmen

Das Landratsamt ist zu dem Schluss gekommen, dass sich im Besonderen die Kreissporthalle in Tuttlingen als Standort für das sogenannte Impf-Zentrum eignen würde. „Hier stimmen Rahmenbedingungen und Infrastruktur“, bestätigt Kreisbrandmeister Andreas Narr die Standortwahl: insbesondere was Zufahrt, Parken, aber auch ÖPNV-Anbindung betrifft.

Aufgabenverteilung wird noch abgestimmt

Die Verantwortung für den Betrieb der Impfzentren liegt beim Land Baden-Württemberg. Der Landkreis Tuttlingen wird im Rahmen seiner Möglichkeiten die Umsetzung vor Ort unterstützen. Die konkrete Aufgabenverteilung wird aktuell zwischen Land und den kommunalen Landesverbänden abgestimmt. Mindestens bis Juni 2021 sollen die Liegenschaften zur Verfügung stehen.

Mobile Impfteams geplant

Das bedeutet auch, dass die Kreissporthalle den bisherigen Nutzern, wie beispielsweise den Schulen, der Volkshochschule oder auch einzelnen Vereinen nach den Weihnachtsferien nicht mehr zur Verfügung stehen wird. Geplant ist außerdem mobile Impfteams einzusetzen, die in den Pflegeeinrichtungen unterwegs sein sollen.

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Welche Personenkreise priorisiert geimpft werden steht zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht fest. „Fest steht“, fasst Landrat Stefan Bär die Lage zusammen, „dass uns Corona auch trotz Impfstoff noch lange beschäftigen wird. Trotz der nun absehbaren Möglichkeit des Impfens sollten wir uns auch weiterhin an die bisher geltenden Regelungen halten.“ Zur Nutzung der Kreissporthalle konstatiert der Landrat: „Wir sind uns bewusst, dass die Nutzung der Kreissporthalle als Impfzentrum gerade für Schulen, aber auch für die sonstigen Nutzer mit erheblichen Einschränkungen einhergeht.“

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Man werde sich deshalb mit den Akteuren, vorrangig den Schulen, bereits in der kommenden Woche zusammensetzen, um über Ausweichmöglichkeiten zu sprechen. Zumindest in dem Punkt, der den prüfungsrelevanten Sportunterricht betrifft, müssen schnell Lösungen gefunden werden. „Ansonsten hat die Einrichtung eines Impfzentrums in der gegenwärtigen Situation oberste Priorität“ so Bär.

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