So langsam läuft die Gastronomie wieder an, und das merkt auch die Fürstenberg-Brauerei. Das Donaueschinger Unternehmen, dessen Ursprünge in das Jahr 1283 zurückreichen, hatte Anfang April erstmals in seiner Geschichte Kurzarbeit anmelden müssen. Denn mit der Schließung der Wirtschaften war auch ein wichtiger Absatzkanal weggebrochen. Laut Brauereichef Georg Schwende macht die Brauerei ein starkes Drittel des Absatzes mit der Hotelerie und der Gastronomie. Fünf Prozent entfielen auf Events und Konzerte. Doch mit einem Schlag war das alles weg.

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„Wir merken, dass die Gastronomie wieder geöffnet hat“, erklärt Ilona Zimmermann vom Marketing. Zwar befinde sich die Brauerei immer noch in Kurzarbeit, aber die Bereiche, die mit der Gastronomie zu tun haben, würden aktuell wieder hochgefahren. Bis das Vor-Corona-Niveau wieder erreicht ist, werde es aber noch dauern. „Es ist aktuell noch nicht absehbar, wann es wieder normal läuft“, so Zimmermann. Auch müsse man sehen, dass die Gastronomie aktuell noch nicht mit einer Vollbelegung arbeiten könne, sondern nur mit „halber Fahrt“ unterwegs sei. „Man merkt auch, dass die Gäste teilweise noch zögerlich unterwegs sind, aber so langsam läuft es echt wieder an“, sagt Ilona Zimmermann. Die Zukunft ist aber auch in diesem Bereich, wie überall ungewiss: Wann wird es wieder Festivals und Konzerte geben? Wann können die Wirtschaften wieder ganz öffnen? Oder gibt es gar eine zweite Welle?

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Und so versucht die Paulaner Brauerei Gruppe, zu der auch die Fürstenberg Brauerei gehört, mit der Gastro-Starthilfe-Aktion zu helfen. Für jeden in den Monaten Mai und Juni im Handel verkauften Kasten Bier gibt es einen Liter Freibier für die Gastronomie. In vier Wochen seien so bereits mehr als 2,7 Millionen Liter Freibier zustande gekommen. Schwende geht davon aus, dass es am Ende bis zu vier Millionen Liter Starthilfe-Bier sein könnten. „Wir sind seit jeher Partner unserer Wirte und nicht nur Lieferant“, so Schwende.

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