Der Stellenwert der Bundeswehr hat sich in den vergangenen Monaten verändert. Von den Diskussionen über die Schlag- und Einsatzfähigkeit von Truppe und Material hin zu großer finanzieller Unterstützung durch den Staat.

Ein Sondervermögen von hundert Milliarden Euro soll als Katalysator dienen. Hervorgerufen wurde es durch den russischen Überfall auf die Ukraine. Wirkt das Szenario aber auch in puncto neue Rekruten?

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Direkt beim Jägerbataillon 292 in Donaueschingen ist davon nichts zu spüren: „Wir im Bataillon bekommen von eventuell gestiegenen Bewerberzahlen derzeit nichts mit. Bei uns kommen die Soldatinnen und Soldaten nach der Grundausbildung an und werden hier weiter ausgebildet“, erklärt Presse-Offizier Philipp Riedl vom Jägerbataillon. „Einen Zuwachs bekommen wir so, wenn überhaupt, nur verzögert mit.“

Presseoffizier Philipp Riedl
Presseoffizier Philipp Riedl | Bild: Wursthorn, Jens/Juni 2021

Anders sieht es beim Bundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr aus. Sie sind zuständig für die Karrierebüros, wie es auch in Donaueschingen eines hat. Es ist zuständig für die Landkreise Konstanz, Rottweil, Schwarzwald Baar, Tuttlingen sowie den Zollernalbkreis.

Eine hohe Bereitschaft

Generell verzeichne man eine hohe Bereitschaft, gerade in Krisenzeiten zu dienen und die Bundeswehr zu unterstützen, erklärt eine Sprecherin der Bundeswehr. „Unmittelbar nach Ausbruch des Krieges war kurzfristig eine erhöhte Zahl an Interessenten, die über das im Internet-Auftritt der Bundeswehr hinterlegte Kontaktformular oder über unsere Karriere-Hotline Kontakt zu uns aufnehmen, zu verzeichnen“, so die Sprecherin weiter. Daher haben sich auch die Erstberatungstermine erhöht. Das Durchschnittsalter der Bewerbenden liegt dabei laut Bundeswehr konstant bei 23 Jahren.

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Der Effekt sei allerdings schon wieder etwas abgeklungen: „Beide Tendenzen haben sich inzwischen allerdings wieder normalisiert“, erklärt die Sprecherin.