Wo Kommunalpolitik ansetzen kann, hat die neue Stadträtin Kerstin Metz (CDU) in den letzten Monaten selbst erfahren. Ihre beiden Söhne studieren, als die Corona-Pandemie kam, musste der jüngere Sohn Niklas aus England, wo er ein Auslandssemester absolvierte, nach der Hälfte des Semesters zurück. Die Vorlesungen und Prüfungen des restlichen Semesters fanden alle online statt. Auch sein Bruder Felix, der in Schwäbisch Gmünd Produktdesign studiert, hat seine Vorlesungen und Präsentationen jetzt online.

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Möglich ist so ein Lernen nur, wenn die digitalen Voraussetzungen vorhanden sind. Am Anfang wurde schnell klar, dass im Haus Metz noch Optimierungsbedarf bestand. Entsprechend wurde aufgerüstet, unter anderem mit einem neuen, stärkeren WLan.

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Den Breitbandausbau sieht die neue Stadträtin für Blumberg und die Teilorte als vordringlich an. Aus dem Betrieb der Familie ihres Mannes Jochen Metz, Metz Connect, der eine eigene Glasfasermanufaktur betreibt, weiß sie um die Bedeutung des Glasfasers.

Attraktivität der Stadt stärken

Der Glasfaseranschluss stärke die Attraktivität von ganz Blumberg, sagt sie. Die Attraktivität Blumbergs weiter zu stärken, liegt ihr am Herzen, hier sieht sie noch weitere Ansatzpunkte. So freut sie sich, dass die Post seit kurzem wieder in der Innenstadt ist und nebenan ein türkischer Laden eröffnet hat.

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Die Tevesstraße können so als Geschäftsstraße wieder mehr Besucher anziehen und die Innenstadt könne so zusätzlich belebt werden. „Blumberg braucht einen lebendigen Stadtkern“, formuliert sie und hofft, dass das Landessanierungsprogramm umgesetzt werden kann und dadurch neue Impulse entstehen, gerade auch im Bereich des Marktplatzes.

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Geprägt vom elterlichen Unternehmen, einem Autozulieferer im Schwäbischen mit mehreren Hundert Mitarbeitern, weiß sie um die Bedeutung von Gewerbe für eine Stadt. Bestehende Betriebe zu stützen, ihnen bei Erweiterungen zu helfen sowie neue Betriebe anzusiedeln sichere und schaffe Arbeitsplätze. Am besten könne dies gelingen, wenn die Stadt neben neuen Gewebeflächen auch neuen, bezahlbaren und attraktiven Wohnraum schaffe, damit neue Arbeitnehmer sich dazu entschließen könnten, samt Familie nach Blumberg zu ziehen. Wichtig sei beim Bauen auch, den Klimaschutz zu berücksichtigen.

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Für die Kinder der Familien würden gute Schulen benötigt samt der zukunftsweisenden digitalen Ausstattung. Dem Schulcampus räumt Kerstin Metz deshalb eine hohe Priorität ein. Zur Schule gehört für sie auch der Sportunterricht. Wenn der Campus komme, müsse auch das Werner-Gerber-Stadion saniert werden: für den Schulsport, und darüber hinaus auch für die Vereine. Letztlich werde ein saniertes Sportzentrum das gesamte Stadtbild im Eingangsbereich aufwerten.

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Damit die Stadt weiter gedeihen könne, müsse auch künftig die Versorgung sichergestellt werden. Handlungsbedarf zeichne sich ihrer Meinung nach bei den Ärzten ab, wo in den nächsten Jahren altershalber wohl mehrere Ärzte in den Ruhestand gingen. Die Stadträtin ist froh, dass inzwischen an verschiedenen Hochschulen ein Studiengang speziell zur Ausbildung zum Landarzt angeboten werde, wo die Studierenden sich verpflichten, in Landarztpraxen zu arbeiten.

„Blumberg ist gut aufgestellt“

In Blumberg fühlt Kerstin Metz sich wohl. Sie sei hier von Anfang an gut aufgenommen worden. Die Entwicklung der Eichbergstadt in den letzten 20 Jahren empfindet sie als positiv: „Für die Zukunft ist die Stadt gut aufgestellt.“

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