Blumberg – Die Planung und Umsetzung der vorgegebenen Richtlinien stellt die Schulen vor große Herausforderungen. wie bereiten sich die Blumberger Schulen vor:

  • Realschule: Rektor Sven Dorn und sein Team bereiten sich intensiv auf den 4. Mai vor. Dann dürfen die Schulen wieder schrittweise öffnen und einen eingeschränkten Schulbetrieb anbieten. Dabei dürfen nur Schüler unterrichtet werden die in diesem oder dem nächsten Jahr Prüfung machen (Ausgenommen sind die Schüler aus Klasse 8 im G-Niveau). Alle anderen Schüler dürfen nach wie vor nicht in die Schule und bleiben weiter zu Hause. Priorität hat die Hygiene. Da wegen des Infektionsschutzes das Abstandsgebot zu erfüllen ist, kann der Unterricht nur in Kleingruppen bis circa zehn Schülern stattfinden. „Dies erfordert natürlich den Einsatz vieler Lehrkräfte in der Schule und bedarf einiger Räume“, schildert der Schulleiter.
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  • Für die Klassenstufen 9 und 10 muss eine Kombination aus Präsenz- und Fernlernangeboten bereitgestellt werden. „Wir haben uns dazu entscheiden, dass die Zehntklässler drei Präsenztage und die Neuntklässler zwei Präsenztage haben werden.“ An diesen Tagen findet auch nur Unterricht in den Fächern Mathematik, Deutsch und Englisch statt. An den anderen Tagen bleiben auch diese Schüler zu Hause. Die Schüler und ihre Eltern wurden bereits informiert.
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Abstandsregeln

  • Klare Vorgaben: Während der Unterrichtszeiten für die Neunt- und Zehntklässler müssen die Hygiene- und Abstandsregelungen zwingend von allen Beteiligten eingehalten werden. Die Schulleitung hat die Eltern aufgefordert, mit Ihren Kindern wegen der Hygiene-Vorgaben zu sprechen. Ein offizieller Hygieneplan wird derzeit noch vom Schulträger vorbereitet. Die Zeit in der Schule ist für die Vermittlung von Unterrichtsinhalten gedacht und nicht zum Austausch der Schülerinnen und Schüler untereinander. Innerhalb der Klassenzimmer ist so möbliert, dass das Abstandsgebot von 1,5 Metern eingehalten werden kann und auch von den Schülern eingehalten werden muss! Das Tragen eines Mund- Nasenschutzes in der Schule wird bisher lediglich empfohlen.
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  • Grund und Werkrealschule Eichberg: Für den Start der neunten und zehnten Klassen am 4. Mai wurde vom Schulleitungsteam der Grund und Werkrealschule Eichberg ein gesamtheitliches Konzept erstellt, teilte die Schule auf Anfrage mit. Bei dieser Planung musste berücksichtigt werden, dass einige Kollegen zur Risikogruppe gehören, oder in einem Haushalt mit einer zur Risikogruppe gehörenden Person leben. Ebenfalls musste beachtet werden, dass alle Kollegen die Bereitstellung und Aufarbeitung der Materialien für die Schülerinnen und Schüler bewerkstelligen müssen.

Einteilung in vier Gruppen

  • Neuerung: In Folge dessen wurden die Neuntklässler in drei Gruppen und die Zehntklässler in vier Gruppen eingeteilt. Die Gruppengrößen richten sich nach Klassenzimmergröße und Förderbedarf. Diese Gruppen befinden sich in verschiedenen Räumen der beiden Standorte (Grundschul-/ beziehungsweise Werkrealschulgebäude), damit die Vorschriften des Kultusministeriums gewährleistet werden können.
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  • Toilettengang reglementiert: Auch die Pausenzeiten sind zeitlich versetzt und der Toilettengang ist so reglementiert, sodass das Einhalten der Hygienevorgaben gewährleistet werden kann. Während die Fächer Deutsch, Mathematik und Englisch unterrichtet werden, soll in allen Fächern Schülerinnen und Schülern der jeweilige Fachlehrer durch eine Videokonferenz zur Verfügung stehen. Dadurch bekommen alle den gleichen Inhalt vermittelt und können sich bei Fragen direkt an die Lehrkraft, die die Gruppe im Klassenzimmer betreut, oder an den Fachlehrer wenden.

Vier Stunden Präsenzunterricht

  • Präsenzunterricht findet vier Schulstunden täglich statt, die restliche Zeit können die Schüler zur individuellen Prüfungsvorbereitung nutzen, wobei auch hier die Fachlehrer per Edupage, Videokonferenz oder Telefonat für Fragen und Rücksprachen zur Verfügung stehen. Damit dieses Konzept, das nach Auffassung des Schulleitungsteam das Einzige ist, bei dem alle Hygienevorgaben erfüllt werden können, müssen jedoch noch infrastrukturelle Maßnahmen getroffen werden (wie zum Beispiel ein Internetzugang in den Klassenräumen, das Erstellen eines Hygieneplans seitens des Schulträgers, das Anbringen von Markierungen und Umräumen der Klassenräume.

Notfallbetreuung

  • Eine konkrete Planung der ausgeweiteten Notfallbetreuung ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht möglich, da uns noch keine Zahlen vorliegen. Bis zum 22. April hatten sich bei der Stadt Blumberg lediglich drei Kinder angemeldet. Sobald dem Schulleitungsteam die konkreten Zahlen vorliegen, werden die Schülerinnen und Schüler in verschiedene Gruppen eingeteilt. Ob diese schulübergreifend oder ortsgebunden sein werden, steht derzeit noch nicht fest.Die Hygienemaßnahmen im Schulgebäude wie Seifenspender, Papierhandtücher, Desinfektionsspender, und das Einrichten der Klassenzimmer werden vom Schulträger in Zusammenarbeit mit dem Schulleitungsteam koordiniert und umgesetzt.

Verschiedene Schuleingänge nutzen

  • Die Schulleitung hat ebenfalls vorgesehen, dass die Schüler nicht alle den Haupteingang benutzen dürfen. Die Lehrer selbst werden das Gebäude ebenfalls über die beiden Notausgänge an der Seite beziehungsweise der Rückseite des Gebäudes betreten oder verlassen. In der Schule werden zudem Abstandsmarkierungen und Absperrungen angebracht, an die man sich zwingend zu halten hat. Bei Schülerinnen und Schülern mit relevanten Vorerkrankungen oder bei im Haushalt lebenden Risikogruppen entscheiden die Eltern über die Teilnahme am Unterricht.

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