Bei der Abstimmung für die Windparks Länge und Blumberg-Ettenberg am 1. Dezember im Landratsamt Schwarzwald-Baar-Kreis ist der Umweltverband Naturschutzinitiative nicht persönlich vertreten. Die Naturschutzinitiative hatte voriges Jahr vor Gericht den Baustopp auf der Länge und das Rodungsverbot auf dem Ettenberg erwirkt. Der Vorsitzende Harry Neumann hatte dem Landratsamt die Unterstützung des Verbands angeboten, das Landratsamt hatte jedoch dankend abgelehnt und eine Zoom-Beteiligung angeboten.

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Nachgefragt weshalb, sagte der Erste Landesbeamte Martin Seuffert, dass sich an diesem Termin mit den beiden Windparkbetreibern Solarcomplex und Green City Energy nur im Land Baden-Württemberg zugelassene Naturschutzverbände beteiligen könnten, da ihnen durch das Landesnaturschutzgesetz ein Beteiligungsrecht zustehe. Die Platzverhältnisse im Landratsamt seien beengt, sie hätten aber die Möglichkeit geschaffen, per Web und Chat daran teilzunehmen.

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Klaus Meilhammer aus Riedöschingen, Sprecher der Regionalgruppe Hegau-Baar der Naturschutzinitiative, kritisiert dies: „Leider hat das Landratsamt unser Angebot, die Genehmigungsbehörde als Wächter und Garant des Natur- und Artenschutzes naturschutzfachlich zu unterstützen, nicht angenommen.“ Die Behörde wolle offensichtlich „unter sich“ sein. Die Naturschutzinitiative sei ein bundesweit anerkannter Umweltverband und habe „alle Rechte und Beteiligungsmöglichkeiten nach dem Umweltrechtsbehelfsgesetz, auch in Baden-Württemberg.“ So habe die Naturschutzinitiative vor dem Verwaltungsgerichtshof Baden Württemberg bei der Errichtung von Windindustrieanlagen für Rechtsklarheit gesorgt.

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