Die Diskussion um die geplanten Windparks Länge und Blumberg-Ettenberg nimmt wieder neu Fahrt auf. Doch nach dem Bau- und Rodungsstopp durch die Gerichte im Vorjahr sind die Vorzeichen nun ein kleines bisschen anders. Gut ist, dass das Landratsamt Schwarzwald-Baar-Kreis zu einem Abstimmungstermin am 1. Dezember neben den Betreibern und den beteiligten Behörden auch Vertreter von Umweltverbänden eingeladen hat, namentlich die Landschafts- und Naturschutzinitiative Schwarzwald. So können sie mitreden und vorschlagen, was und in welchem Umfang für die Genehmigungen untersucht werden soll.

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Gut ist auch, dass beide Betreiber, die Firma Solarcomplex in Singen, federführend für eine gleichnamige Gesellschaft mit 17 Beteiligten, und die Firma Green City Energy in München, eine gemeinsame Umweltverträglichkeitsprüfung zugesagt haben. Dies hatten Naturschützer schon zu Beginn der ersten Planung gefordert, da die Windparks benachbart lägen und es dort zu Wechselwirkungen kommen würde, wie auch eine Fachbehörde im Genehmigungsverfahren betont hatte. Entscheiden wird letztlich allerdings das Landratsamt. Und da darf man gespannt sein. Hat doch die Behörde im Juli mitgeteilt, dass sie nach dem klaren Gerichtsbeschluss voriges Jahr ihre erteilte Genehmigung zurücknehmen werde, doch bisher noch keinen Vollzug gemeldet.

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