Es war einfach respektlos, wie der als Einzelkämpfer gewählte Stadtrat Hermann Zorbach am Donnerstag mit dem Gemeinderat und vor allem mit Bürgermeister Markus Keller umging. Nachdem er schon nach der Wahl versucht hatte, für sich einen Sitz in den Ausschüssen geltend zu machen und damit bislang nicht durchdrang, versuchte er es nun erneut.

Den Bürgermeister in der Sitzung geduzt

Der Gipfel war, dass Zorbach in öffentlicher Sitzung einen Brief mit diesem Anliegen an Bürgermeister Markus Keller vorlas, in dem er Keller duzte und dieses Vorgehen damit rechtfertigte, dass sie sich außerhalb der Sitzung ja duzen würden.

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Dass ein Gemeinderat den Bürgermeister in öffentlicher Sitzung duzt, das hat es in den letzten 25 Jahren noch nicht gegeben. Dabei sollte gerade Stadtrat Zorbach mit seiner jahrzehntelangen Ratserfahrung wissen, dass er den Respekt, den er von anderen einfordert, auch anderen erweisen muss. Doch da misst er mit zweierlei Maß.

Zweierlei Maß

In einer der letzten Sitzungen des alten Gemeinderats hatte ihm schon Fützens bedächtiger Ortsvorsteher Georg Schloms vorgehalten, Zorbach mogle sich mit seinen Anliegen an der Schlange derer, die ebenfalls Anliegen an die Stadt hätten, vorbei, weil er lauter vorpresche.

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