Die Abzweigung an der Bundesstraße 313 von Stockach in Richtung Wahlwies gilt für die Polizei schon lange als Unfallschwerpunkt. Jetzt, seit die Durchfahrt von Espasingen nach Ludwigshafen gesperrt ist, stauen sich die Fahrzeuge an der Stopp-Stelle. Das hat für Redebeiträge im Stockacher Gemeinderat gesorgt. Nachdem sich die Behörden beim Umbau dieser schon immer gefährlichen Kreuzung nicht zu einem Kreisverkehr durchringen konnten, kam in der Sitzung der Vorschlag, dort eine Ampel aufzustellen. Auch ein Kreisverkehr bleibt Thema.

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Wie der Leiter des Stockacher Ordnungsamts, Carsten Tilsner berichtete, habe das Regierungspräsidium Freiburg bereits eine entsprechende Ampelanlage in Auftrag gegeben. Diese soll nun in der kommenden Woche aufgestellt werden, wie das Regierungspräsidium Freiburg auf Nachfrage des SÜDKURIER mitteilt. „Im Bereich der Knotenpunkte B 313 und der Kreisstraße nach Wahlwies, B 313/A 98 Anschlussstelle Stockach West und B 313/Zum Aurain installiert das Regierungspräsidium Freiburg zur Verbesserung des Verkehrsflusses im Rahmen der Umleitung der B 34-Baustelle Espasingen-Ludwigshafen in Kürze Ampelanlagen“, schreibt Heike Spannagel, die Pressesprecherin des Regierungspräsidiums.

Im Takt mit dem öffentlichen Personennahverkehr

Die Ampelanlagen sollen so eingerichtet sein, dass sie auch den öffentlichen Personennahverkehr berücksichtigen, um Taktungen im Fahrzeitenplan sicher einhalten zu können. Deshalb sei das beauftragte Unternehmen noch mit der Programmierung der Anlage beschäftigt. In den kommenden Tagen soll die Anlage aufgestellt werden und am Freitag, 10. Dezember, in Betrieb gehen, so die Auskunft aus dem Regierungspräsidium.

„Während den Aufbauarbeiten wird es nur zu punktuellen Verkehrsbeeinträchtigungen kommen, da die meisten Arbeiten außerhalb der Fahrbahn ausgeführt werden können“, berichtet Spannagel. Allerdings werde es sich bei der Ampelanlage lediglich um ein Provisorium handeln, das nur für die Zeit der Umleitung während der Bauarbeiten an der B 34 in Betrieb bleibe.

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Als die Kreuzung 2019 saniert und um eine zusätzliche Abbiegespur erweitert wurde, wurden eigentlich bereits Fundamente und Leerrohre für die Einrichtung einer festen Ampelanlage in die Verkehrsinseln eingebaut. Auf die Frage, wie die Planungen zu einer festen Ampelanlage denn nun stehen, verweist das Regierungspräsidium zurück an die Stadt Stockach. Ordnungsamtsleiter Carsten Tilsner erklärt daraufhin, dass die Stadt sich eine ganz andere Lösung für diese Stelle wünscht. „Langfristig ist unser Wunsch an der Stelle eigentlich ein Kreisverkehr. Wir halten den für leistungsfähiger und versprechen uns davon einen besseren Verkehrsfluss als mit einer Ampel“, sagt Tilsner.

Ampel günstiger als Kreisverkehr

Zudem habe die Stadtverwaltung Personen angeschrieben, die an dieser Stelle einen Unfall hatten und sie nach Verbesserungsvorschlägen gefragt. „Mehrere Befragte haben hier Kreisverkehr angegeben, niemand wünschte sich eine Ampel“, so Tilsner. Dem entgegen stehe die Auffassung des RP, das für den Bau zuständig sei. „Eine Ampel wäre deutlich günstiger. Außerdem seien sie aufgefordert, keine Kreisverkehre mehr außerorts zu bauen“, so Tilsner. Das RP sei sich außerdem sicher, dass eine Ampel an dieser Stelle leistungsfähig genug wäre. Tilsner geht davon aus, dass die kommenden Monate mit der provisorischen Ampel viele Erkenntnisse bringen werden, die alle Beteiligten bei der Beurteilung der Lage weiterhelfen können.