Vorsicht Pendler und Bahnreisende: Zwischen Wahlwies und Stahringen sind von Samstag bis Montag, 24. bis 26. Oktober, die Gleise gesperrt. Passagiere zwischen Radolfzell und Stockach müssen mit Zug und Bus Umleitungen über Ludwigshafen fahren. Fachleute tauschen auf 400 Metern Länge bei Wahlwies Holzschwellen gegen solche aus Beton aus und erneuern den Untergrund. Das Landratsamt beziffert die Kosten auf fast 400.000 Euro. Das Land übernimmt 75 Prozent. Von 31. Oktober bis 28. November müssen Bahnreisende zwischen Allensbach und Radolfzell umsteigen.

Vorteil: Arbeiten in Herbstferien

Die Bauarbeiten an der Seehäsle-Linie liegen in den Herbstferien. Im Technischen Ausschuss des Konstanzer Kreistags hakten einige Mitglieder wegen der Höhe der Baukosten für nur drei Tage Arbeit nach. Von Seiten der Verwaltung hieß es, der Bau in der Schiene sei teuer; vor allem, wenn eine Brücke betroffen sei.

Der Seehas in Allensbach: Ab Ende Oktober müssen die Fahrgäste auf Ersatzbusse umsteigen.
Der Seehas in Allensbach: Ab Ende Oktober müssen die Fahrgäste auf Ersatzbusse umsteigen. | Bild: Hanser, Oliver

Es pendeln Ersatzbusse

Mit der Baustelle bei Wahlwies startet der heiße Herbst für Zugreisende im Landkreis. Denn von 31. Oktober bis 28. November verkehren auf der Strecke zwischen Allensbach und Radolfzell kein Seehas und keine Schwarzwaldbahn. Passagiere müssen auf Ersatzbusse umsteigen. Entlang der Schienen werden die fünf Bahnübergänge und die Technik an den Schranken erneuert.

OB Burchardt hakt nach

Im Technischen Ausschuss des Landkreises informierte die Verwaltung über einen Brief des Konstanzer Oberbürgermeisters Uli Burchardt, der nachgefragt habe, warum nicht unter eingeschränktem Betrieb gearbeitet werde. Von Seiten der Landkreisverwaltung hieß es: Die Entscheidung darüber liege bei der Deutschen Bahn. Es sei davon auszugehen, dass dazu Gespräche mit den Betroffenen geführt wurden. Eine Vollsperrung habe den Vorteil, dass die Bauarbeiten zügiger vorankommen. Der Einschnitt sei zwar hart, aber das Ende sei schneller abzusehen.

FDP widerspricht der CDU

Die FDP Konstanz stellt sich laut ihrer Pressemitteilung gegen eine Forderung CDU-Kreistagsfraktion, die Bauarbeiten an der Bahnstrecke zwischen Allensbach und Radolfzell auf einen Zeitpunkt zu verschieben, an dem insbesondere Schüler und Berufspendler nicht belastet würden. Darüber habe bereits früher gesprochen werden müssen, erklärt die FDP. Allensbachs Gemeinderat Patrick Konopka habe Bürgermeister Stefan Friedrich „schon im vergangenen Jahr auf die Problematik hingewiesen.“ Die Arbeiten seien dringend notwendig, es müsse allerdings eine ausreichende Zahl an Bussen für den Ersatzverkehr garantiert werden, so die FDP.

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