Vor kurzem hat die Entdeckung eines Krokodils bei der Konstanzer Schmugglerbucht für Verwunderung gesorgt. Eine nichtsahnende Spaziergängerin hatte im hohen Gras ein Tier gesehen und erst einmal einen großen Schreck bekommen.

Bild: Priscilla Ogundipe

Schnell stellte sich heraus: Das Reptil besteht aus Plüsch – und es heißt Felix. Ein Warnschild verrät den Namen des Bodensee-Krokodils, das angeblich das letzte Exemplar ist. Wie Felix ans Bodenseeufer gelangte und wer das liebevoll gestaltete Warnschild aufgehängt hat, ist allerdings noch nicht geklärt.

Das mysteriöse Fell vom Bodanrück

Auch dieser tierische Fund gab den Konstanzern Rätsel auf: Zwischen Litzelstetten und Oberdorf lag im Sommer 2019 ein Fell auf einem Feldweg. Kurze Zeit später war es verschwunden. Wenige Tage danach wurde der Schädel eines Tieres gefunden. Auch dieser verschwand wieder.

So lag das Fell auf einem Feldweg. Was genau hier passiert war, konnte nie komplett geklärt werden.
So lag das Fell auf einem Feldweg. Was genau hier passiert war, konnte nie komplett geklärt werden. | Bild: Schuler, Andreas/SK-Archiv

Das Veterinäramt schaltete sich nach diesen Funden ein und konnte schließlich klären, um welches Tier es sich bei den Überresten handelte. Die genaue Herkunft konnte jedoch nie aufgeklärt werden. Der Fall wurde schließlich zu den Akten gelegt.

Der Außerirdische unter der Rheinbrücke

Im Herbst 2018 machten Passanten ebenfalls eine seltsame Entdeckung – damals unter der alten Rheinbrücke. Ganz Konstanz rätselte: Ist das ein Außerirdischer, ein Teufel oder ein Dämon? Was bedeutet diese seltsame Figur? Und wie kam sie dort hin?

Im Herbst 2018 war er plötzlich da: Der Alien am Pfeiler der alten Rheinbrücke.
Im Herbst 2018 war er plötzlich da: Der Alien am Pfeiler der alten Rheinbrücke. | Bild: Oliver Hanser/SK-Archiv

Die Konstanzer Lokalredaktion erreichten verschiedene Leser-Hinweise. Die Spur des vermeintlichen Aliens führte in die Ukraine – und schließlich konnte ein Straßenkünstler das Rätsel um die Figur am Brückenpfeiler auflösen. Hier geht es zur ganzen Geschichte.

Die Hängepartien direkt über dem Rhein

Auch diese Geschichte von September 2019 hat sich unter der alten Rheinbrücke abgespielt: Die Kletterer Greta Assmann und Steffen Friedriszik sind in Konstanz durch ihr kurioses Sportprogramm zu einer Art Attraktion unter Touristen und Einheimischen geworden.

Greta Assmann und Steffen Friedriszik klettern an der alten Rheinbrücke.
Greta Assmann und Steffen Friedriszik klettern an der alten Rheinbrücke. | Bild: Reinhardt, Lukas/Sk-Archiv

Immer dann, wenn sie sich unter der alten Rheinbrücke hindurch von Pfeiler zu Pfeiler gehangelt haben, sorgten sie für staunende Blicke und klickende Kameras. Wir haben die beiden bei einer Trainingseinheit begleitet – mit der Kamera und der Drohne.

Matti Marsch auf seinem Weg über die Slackline – zwischen Fahrradbrücke und Rheinufer.
Matti Marsch auf seinem Weg über die Slackline – zwischen Fahrradbrücke und Rheinufer. | Bild: Reinhardt, Lukas/SK-Archiv

Wenige Meter neben der alten Rheinbrücke entstand im Oktober 2019 ebenfalls eine besondere Story. Am Seerhein balancierte Matti Marsch in acht Metern Höhe auf einer Slackline über das Wasser. Ein Gurt sollte seinen Fall stoppen – doch starke Winde brachten ihn mehrfach zu Fall. Eine Geschichte in Bildern.

Das Konstanzer Grab ohne Sterbedatum

Doch nicht nur entlang des Bodensee- und des Rheinufers lassen sich kuriose Geschichten finden. Auch auf dem Konstanzer Friedhof. Dort gibt es nämlich ein Grab ohne Sterbedatum – und das hat einen ganz einfachen Grund: Die Menschen, die eines Tages hier ihre letzte Ruhe finden, leben noch.

Niemand weiß, wann es zu Ende geht. Deshalb hat der Grabstein auch kein Sterbedatum.
Niemand weiß, wann es zu Ende geht. Deshalb hat der Grabstein auch kein Sterbedatum. | Bild: Schuler, Andreas

Burghard von Sondern pflegt sein eigenes Grab. Im Juli 2021 hat der Konstanzer Architekt dem SÜDKURIER vor Ort erzählt, weshalb er sich zu Lebzeiten dazu entschlossen hat, alles für die Zeit nach dem Tod vorzubereiten. Hier geht es zum Artikel.

Die Gruselgeschichten der Konzilstadt

Manch einen mag die Vorstellung, sein eigenes Grab zu pflegen, gruseln. In Konstanz gibt es aber auch echte Gruselgeschichten, die sich seit Jahrhunderten in Konstanz erzählt werden. Von Polstergeistern und weinenden Wesen auf dem Friedhof.

Wie kann ein Mann nachts im Münster das Orgelspiel gehört haben?
Wie kann ein Mann nachts im Münster das Orgelspiel gehört haben? | Bild: Larissa Hamann/SK-Archiv

Einige dieser schaurig-schönen Geschichten rund um Spuk und Gespenster wurden im November 2020 in diesem Online-Artikel gesammelt. Sie handeln unter anderem von Irrlichtern am Bismarckturm und Gespenstermessen im Münster.

Der Feuerwehr-Trabi von Wollmatingen

Ein bisschen gespenstisch und ein bisschen aus der Zeit gefallen, erscheint auch ein Trabant im Feuerwehr-Gewand, über den wir im August 2020 berichtet haben. Rot, alt und voller Nostalgie steht er da – der Feuerwehr-Trabi, am Rande einer Wiese in Konstanz-Wollmatingen.

In der Eichbühlstraße steht ein alter Feuerwehr-Trabbi. Er gehört dem ehemaligen Kommandanten der Feuerwehr Dieter Quintus. Welche Geschichte erzählt das Fahrzeug?
In der Eichbühlstraße steht ein alter Feuerwehr-Trabbi. Er gehört dem ehemaligen Kommandanten der Feuerwehr Dieter Quintus. Welche Geschichte erzählt das Fahrzeug? | Bild: Timm Lechler

Das Fahrzeug gehört Dieter Quintus, dem ehemaligen Kommandanten der Feuerwehr. Welche Geschichte erzählt das museumstaugliche Gefährt? Und darf man mit dem Trabi überhaupt fahren? Quintus hat es dem SÜDKURIER verraten.

Das DDR-Flair am Bodenseeradweg

Im Juni 2020 stellten wir die Frage: Warum weht vor den Sozialwohnungen im Konstanzer Mühlenweg eigentlich eine DDR-Fahne? Direkt daneben hing die Flagge von Europa und dann auch noch die Schweizerfahne.

Seltener Anblick: Die DDR gibt es seit 1990 nicht mehr, aber nahe Konstanz weht noch eine Flagge.
Seltener Anblick: Die DDR gibt es seit 1990 nicht mehr, aber nahe Konstanz weht noch eine Flagge. | Bild: Schuler, Andreas/SK-Archiv

Zurück zur DDR. Direkt am Bodenseeradweg zwischen Reichenau und Konstanz hängt die Flagge des einstigen Arbeiter- und Bauernstaates. Ein kurioser Hingucker für die Passanten. Die Erklärung dafür ist simpel und ganz und gar nicht politisch – zur Auflösung geht es hier lang.

Immer noch nicht genug?

Natürlich gibt es weitere Geschichten aus der Stadt am See, die noch viel mehr Kurioses zu bieten hat. Einige davon sind hier nach diversen Örtlichkeiten in und um Konstanz aufgelistet.