Die Schützenstraße im Paradies wird voraussichtlich Ende nächsten Jahres türkisblau markiert. Sie wird eine Verlängerung der Fahrradstraße, die zuvor an der Schottenstraße endete. Der Farbton weicht dabei vom Verkehrsblau der Schottenstraße ab, da diese Farbe laut einer europäischen Vereinbarung aus den 1970er Jahren Parkflächen kennzeichnen soll.

Immer mehr Fahrradstraßen

Laut Ulrich Hilser, Pressesprecher der Stadt Konstanz, lagen zu dem Zeitpunkt, als die Schottenstraße 2017 verkehrsblau markiert wurde, noch keine einheitlichen Vorgaben des Landes vor. Außer Konstanz hätten auch andere Städte nach und nach die Radverkehrsstraßen farblich hervorgehoben.

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Ulrich Hilser sagt: „Durch das unterschiedliche Vorgehen in den baden-württembergischen Kommunen sah die Oberste Straßenverkehrsbehörde den Bedarf für einheitliche Regelungen.“ In Baden-Württemberg ist jetzt türkis die Alternative.

Blau ist die falsche Farbe

Verkehrsblau dürfe künftig nicht mehr für Radverkehrsinfrastruktur verwendet werden. Die bereits bestehenden Markierungen in der falschen Farbe werden laut Ulrich Hilser in den bestehenden Fahrradstraßen, an Schutzstreifen und Busspuren aber deshalb nicht entfernt.

Das Blau der Fahrradstraßen in Konstanz sollte laut einer europäischen Vereinbarung eigentlich Parkflächen kennzeichnen. (Archivbild)
Das Blau der Fahrradstraßen in Konstanz sollte laut einer europäischen Vereinbarung eigentlich Parkflächen kennzeichnen. (Archivbild) | Bild: Sandra Pfanner

Die Markierungen genießen Bestandsschutz. Wenn sie irgendwann erneuert werden, würden sie ebenfalls türkisblau markiert. Die meisten verkehrsblauen Markierungen im Stadtgebiet seien aber erst wenige Jahre alt, weshalb sie erst einmal bleiben würden.

Türkisblau ähnelt verkehrsblau

Ulrich Hilser sagt: „Für die Verkehrsteilnehmer wird sich nicht sehr viel ändern, da mit dem neuen Farbton türkisblau eine Farbe gewählt wurde, die möglichst nah am bisher verwendeten verkehrsblau liegt.“

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Wie der Technische und Umweltausschuss am 8. Juli beschloss, soll die Fahrradstraße über den Lutherplatz in die Schützenstraße bis zur Döbelestraße verlängert werden. Auf dem Lutherplatz werden dabei die Verkehrsflächen neu aufgeteilt. Auch eine Mittelinsel als Querungshilfe für Fußgänger soll es geben. Die Kosten belaufen sich auf rund 100.000 Euro. Ende 2021 soll mit den Arbeiten begonnen werden.

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