Im Frühjahr war die Sorge groß: ein scheinbar kompletter Stillstand auf der Baustelle für das neue Schwaketenbad beunruhigte viele Schwimmer und Sparta-Mitglieder. Wenn sich nichts tut, wann soll das Bad je fertig werden? Bei den Erdarbeiten gab es tatsächlich erhebliche Verzögerungen, jetzt geht es allerdings wieder vorwärts. Dies ist der Blick von der Nordseite, bei dem man bereits das fertige Kellerfundament der Umkleide- und Sanitärräume sieht (gelbes Dach).

Bild: Wagner, Claudia

So sieht der Baufortschritt von der Südseite her aus, wenn der Betrachter sich von der Schwaketenstraße nähert. Eine Besonderheit ist der Bau mithilfe von Stahlpfählen, der überall im Bodenseeraum nötig ist, weil der Seeton als Erdreich den Bauten nicht die nötige Stabilität liefern würde.

220 Pfähle seien für die Stabilisierung des Schwaketenbads genutzt worden, berichtet Arnold Wild, Architekt bei den Stadtwerken und für die Projektsteuerung verantwortlich.

Beim Bau eines Hauses müssen zahlreiche Handwerker zusammenarbeiten – beim Tiefbau, am Rohbau und schließlich beim Innenausbau. Bild: Claudia Wagner
Beim Bau eines Hauses müssen zahlreiche Handwerker zusammenarbeiten – beim Tiefbau, am Rohbau und schließlich beim Innenausbau. Bild: Claudia Wagner | Bild: Wagner, Claudia

Noch vor zwei Wochen sah die Baustelle von dieser Perspektive betrachtet so aus.

Bild: Arnold Wild

Über mehrere Treppen gelangt man auf die Fläche, auf der das neue Kinderplanschbecken entsteht, auch hier steht das Kellerfundament bereits. Von hier aus sieht man auf das entstehende Warmbecken und den Rutschenturm.

Architekt Arnold Wild verweist auf die Schwierigkeiten des Baus: Für wasserundurchlässigen Beton, wie für den Bau von Bädern notwendig, brauche man besonders viele Eisenstangen, die einzeln gebogen werden und ein Geflecht bilden. Das ist ein relativ aufwendiges Verfahren und kostet Zeit.

Hier steht man quasi im Kinderplanschbecken und blickt auf das künftige Warmbecken und den Rutschenturm dahinter.
Hier steht man quasi im Kinderplanschbecken und blickt auf das künftige Warmbecken und den Rutschenturm dahinter. | Bild: Wagner, Claudia

Auch der Blick von oben ins Springerbecken ist bereits möglich, die Fundamente sind fertiggestellt. So ganz ohne Wasser sollte man einen Sprung allerdings vermeiden.

Bild: Wagner, Claudia

Von der Fläche des Kinderplanschbeckens aus sieht man den Rutschenturm gut, der die übrigen Bauten deutlich überragt. Wie im alten Schwaketenbad wird es zwei Wasserrutschen geben.

Bild: Wagner, Claudia

Arnold Wild und Robert Grammelspacher, Geschäftsführer der Bädergesellschaft, zeigen die Becken, die den Sportlern am wichtigsten sein werden: Sie stehen zwischen dem Kursbecken und einem der beiden Schwimmerbecken. Das Kursbecken dient dem Schwimmverein und den Schulen dazu, Schwimmkurse abzuhalten, die öffentliche Nutzung des Schwimmerbeckens wird in der Zeit nicht beeinträchtigt.

Bild: Wagner, Claudia

An diesem regnerischen Tag ist auf der Baustelle nicht allzu viel los. Zu hektischeren Zeiten können aber auch 100 Arbeiter gleichzeitig hier beschäftigt sein, eine gute Koordination ist dann wichtig. In diesem Moment arbeitet Slaviša Jovanovic mit seinen Kollegen an der Einschalung des Schwimmerbeckens I.

Bild: Wagner, Claudia

Damit das Schwaketenbad seinen Betrieb über viele Jahre aufrechterhalten kann, müssen Technik zur Wartung, aber auch Betriebsstoffe stetig angeliefert werden können. Das erfolgt über eine Rampe, die von Norden her an das Gebäude heranführt. Bädertechnik habe im Allgemeinen einen Lebenszyklus von etwa 25 Jahren, durch gute Wartung könne ein Bad allerdings deutlich länger betrieben werden, sagt Arnold Wild.

Bild: Wagner, Claudia