Ob es der schnelle Imbiss zwischen den Vorlesungen ist, de Kaffee mit Kommilitonen nach einem langen Tag an der Hochschule, das günstige Zimmer mit WLAN, Strom und Wasser oder wenn am Ende des Geldes noch zu viel Monat übrig ist: Das Studierendenwerk Seezeit Bodensee ist aus dem Alltag der Studierenden am den Bodensee kaum wegzudenken.

Das Studierendenwerk wird 50

In diesem Jahr feiert es sein 50-jähriges Bestehen und wollte sich zu diesem Anlass mit Aktionen bei allen bedanken, denen es in den vergangenen fünf Jahrzehnten ein zuverlässiger Partner, Arbeitgeber oder Unterstützer war. Es gab Rabatte, Eis an Sommer- und Glühwein an Wintertagen, das Pflanzen eines Baumes auf dem Universitätsgelände und ein Sommerfest an der Strandbar der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Gestaltung (HTWG). „Wir wollten all denen etwas Gutes tun, für die wir da sind“, erklärt der Marketing- und Personalleiter der Seezeit, Jochen Mink.

Große Veränderungen in einem halben Jahrhundert

Denn beschränkte sich die Arbeit der Seezeit in den ersten Jahren nach der Gründung 1969 vor allem auf die Lebensbereiche Essen und Wohnen, präsentiert sich Seezeit Bodensee heute als modernes Dienstleistungsunternehmen mit über 240 Mitarbeitern, die den Studierenden auch in finanziellen und psychologischen Dingen und beratend zur Seite stehen möchten: „Hungern muss hier zum Glück heute kaum jemand mehr. Aber der Zweck, den wir vor 50 Jahren verfolgt haben, ist im Kern noch derselbe“, so Mink.

Die Anforderungen an ein Studierendenwerk sind andere als früher

Trotzdem haben sich die Anforderungen an das Unternehmen seit seiner Gründung grundlegend verändert. An einer Universität, die ursprünglich für etwa 3000 Studierende ausgelegt war, lernen und begegnen sich heutzutage über 11.000, die Vorlesungszeiten haben sich verdichtet, der Bedarf an familienfreundlichen Angeboten steigt und eine digitale Vernetzung ist für den studentischen Alltag unentbehrlich geworden.

Hinzu kommt das wachsende Bewusstsein für klimafreundliches Handeln. Gerade für die kleineren Seezeiteinheiten in Weingarten, Friedrichshafen und Ravensburg erweist sich diese Aufgabenvielfalt als anspruchsvoll. Denn es gilt, trotz höherer Fixkosten und geringerer Studierendenzahlen vergleichbare Service- und Arbeitsstandards an allen Hochschulstandorten zu garantieren. „Es sind Herausforderungen, mit denen wir schon zu kämpfen haben“, betont Mink.

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Den Anforderungen der Gegenwart entsprechen

Ein Kampf, den die Seezeit Bodensee auch in den nächsten 50 Jahren für sich entscheiden möchte, wie Helmut Baumgartl erklärt: „Man müsste uns schon zwingen, Dienstleistungen zu kappen.“ Die Investition in moderne Gebäude, der Bau von WLAN-vernetzten Parkanlagen wie in Weingarten sollen exemplarisch zeigen, wie Seezeit versucht, mit verschiedenen Hilfeleistungen allen Studierenden ein annehmliches Studium zu ermöglichen. Dieses Bestreben bekräftigte das damalige Studentenwerk Konstanz vor 14 Jahren mit dem Akt einer Umbenennung: „Wir sind für eure Zeit am See zuständig“, nennt Seezeit-Geschäftsführer Helmut Baumgartl das Motto, das der Seezeit Bodensee seinen Namen gegeben hat.