Während in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Mecklenburg-Vorpommern Freiplätze und Hallen für den Tennissport unter Einschränkungen wieder geöffnet wurden, steht in Baden-Württemberg der Tennissport weiter unter den Restriktionen der Landesregierung.

Beim Tennis ist Abstandhalten möglich

Da Tennis kein Kontaktsport ist, war das Spiel mit dem gelben Filzball eine der ersten Sport-Disziplinen, die nach dem ersten Lockdown wieder gespielt werden durfte – zunächst im Einzel, dann im Doppel, wenn die Paare aus demselben Haushalt stammten. Unter der Einhaltung von Hygienemaßnahmen nahm der Tennisclub Gaienhofen an Jugend-Meisterschaften teil. Da seine einzige Herrenmannschaft durch ihr Alter zur Corona-Risikogruppe gehört, verzichtete die Gruppe „Herren 60“ an Wettkampfteilnahmen. Seit Saisonende ruhen die Bälle. Im Verein gibt es erste Bemühungen, sich auf eine Lockerung der Corona-Maßnahmen einzustellen.

Solide finanzielle Lage

Der Tennisclub hat die Corona-Krise bisher gut überstanden. Lediglich die normale Fluktuation eines Vereins verzeichnete der Club. Da er finanziell gut aufgestellt sei, habe der Tennisclub keine Hilfe von Bund oder Land beantragen müssen, erläutert der Vorsitzende Reinhold Saub. In den letzten Februartagen begutachteten die Sport- und Platzwarte das Gelände für den Baumschnitt. Im April könnten die vier Tennisplätze für den Sport hergerichtet werden.

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Vorstandswahlen stehen an

Doch ehe die Saison beginnen kann, stehen für den Verein Wahlen für den Vorstand an. Zwei mal vertagte der Club während der Pandemie seine Hauptversammlung. Zwar wäre eine Videokonferenz möglich, doch eine virtuelle Sitzung wäre für viele Mitglieder, die älter als 60 Jahre sind, ungewohnt gewesen. Der Verein steht für eine Öffnung in den Startlöchern. Er wartet nur auf die Möglichkeit einer Präsenzsitzung und auf die Entscheidungen für einen eingeschränkten Betrieb. Seit zehn Tagen liegt dem Verwaltungsgericht vom Badischen Tennisverband ein Eilantrag zur Öffnung des Tennissports in Baden-Württemberg vor.