Knapp zwei Wochen ist es her, da wurden an den Engener Spielplätzen die Absperrbänder einfach abgerissen, erinnert sich Patrick Stärk. Heute hat der Hauptamtsleiter dieses Problem nicht mehr. „Ein Kollege überwacht im Moment das Versammlungsverbot“, sagt Stärk. „Er kann aber zum Glück kaum Verstöße feststellen.“

Im Gegenteil: In Zeiten der Corona-Krise zeigen sich die Engener rücksichtsvoll und hilfsbereit. So hätten sich zum Beispiel 45 Helfer bereit erklärt, älteren Mitbürgern bei Besorgungen zur Seite zu stehen. „Tatsächlich angewiesen auf Hilfe sind aber nur neun Senioren“, berichtet Stärk. Das Rathaus habe gezielt ältere Mitbürger angerufen, um herauszufinden, wer im Moment Unterstützung benötigt.

Coronapatient in Quarantäne

Umsicht kann dieser Tage lebensentscheidend sein, denn inzwischen hat auch Engen seinen ersten Corona-Patienten. Acht Personen, die mit dem Infizierten in Kontakt standen, befänden sich in Quarantäne. Das Gleiche gelte für sieben andere Engener, die in den vergangenen Tagen Kontakt mit Menschen hatten, die mittlerweile als infiziert feststehen. Weiter berichtet Stärk, dass die Gemeinde eine Notbetreuung für 22 Kinder im Schul- und Kindergartenalter eingerichtet hat.

Die Kinder scheinen sich in der Notbetreuung wohlzufühlen.
Die Kinder scheinen sich in der Notbetreuung wohlzufühlen. | Bild: Stadtverwaltung

Bürgerbüro ist zu, gearbeitet wird weiter

Eine weitere Neuerung: Um das Ansteckungsrisiko zu minimieren, sei das Bürgerbüro derzeit geschlossen. Die Mehrheit der Verwaltungskräfte erledige ihre Arbeit von zuhause aus. „Andere arbeiten in Schichten, um sich möglichst aus dem Weg zu gehen“, erklärt Patrick Stärk weiter. Wichtig sei es, den Zahlungsbetrieb aufrecht zu erhalten, Ein- und Ausgaben weiter tätigen zu können. Auch an den Baustellen der Stadt werde im Moment gearbeitet.

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Und auch die nächste Gemeinderatssitzung sei bereits geplant, sagt der Hauptamtsleiter. Nachdem die jüngste Sitzung am 17. März nicht im Ratssaal stattfinden konnte, will sich das Gremium am Dienstag, 21. April, wieder treffen. Dann allerdings in der Engener Stadthalle und unter Einhaltung eines gebührenden Sicherheitsabstands.