Das letzte Jahr war schwierig, da ging es dem TSV Bodman wie allen Vereinen. Doch es ist erstaunlich, was beim TSV unter Corona-Bedingungen im organisatorischen Bereich alles umgesetzt wurde. Der scheidende Erste Vorsitzende Udo Karwath fasste bei der 69. Hauptversammlung die Aktivitäten zusammen und gab einen Rückblick auf seine 15-jährige Amtszeit. Da bei den Wahlen kein Nachfolger für seinen Posten gefunden wurde, werden Karwaths Aufgaben laut Satzung an den Zweiten Vorsitzenden Heinrich Bentele sowie die gesamte Vorstandschaft übertragen.

Karwath dankte Andrea und Ralf Bublat, die seit einem Jahr Pächter des Clubhauses sind, und berichtete, dass der TSV mit dem Fußball- und Tennisverein eine neue gemeinsame Nutzungsvereinbarung für das Clubhaus gestaltet habe. Mit der Erneuerung der Vereins-Homepage wurde inzwischen Stephanie Feyerabend beauftragt. Jeder, der etwas Interessantes zum TSV Bodman parat habe, dürfe sich beteiligen und jemanden aus der Vorstandschaft ansprechen, so Karwath.

Rückblick auf 15 Jahre Amtszeit

Auf den Sport bezogen sagte er: „Vor kurzem haben wir erfolgreich beim Stadtradeln mitgemacht. Wir waren die Gruppe mit dem meisten Radlern und mit den meisten Kilometern im Dorf.“ Hier gelte es von Seiten der Gemeinde Anreize zu schaffen, damit künftig mehr Teilnehmer bei dieser tollen Aktion mitmachen. Weiterhin hofften alle, dass der Wettkampfsport nach den Sommerferien wieder relativ normal betrieben werden könne. Die Planungen dafür seien voll im Gange.

Sein Rückblick begann in 2006, als er Nachfolger von Wolfgang Kopal wurde. „Bis heute sind Manu Leiz, Bärbel und Heini Bentele sowie Kurt Schmidt meine treuen Weggefährten“, zählte er auf, nannte aber auch Bärbel Beirer, Yvonne Dennemoser, Karin Weber, Rainer Tkacz, Tiberius Dumitru, Sebastian Wengert, Bernd Weber und Klaus Gutmann, die damals im Vorstandsteam waren.

Papis Pumpels als Glücksgriff

Auch die Liste der Veranstaltungen war lang. Kurz nach seiner Wahl habe der letzte Highlander Wettkampf in Bodman stattgefunden. Karwath sagte: „Ich wollte damals mit der restlichen Vorstandschaft Neues schaffen aber auch Altes wiederaufleben lassen. Wir begannen 2007 mit einem Cyber Bike Rennen in der Obsthalle, leider ein einmaliges Ereignis. Im gleichen Jahr startete auch die erste Laufveranstaltung, die wir unter verschiedenen Namen bis 2014 durchführten.“

Ebenfalls 2007 fand das Strandfest statt. Karwath erzählte: „In meinem Bericht dazu fand ich tatsächlich die Worte, dass wir als Verein an unsere Grenzen des Machbaren gestoßen sind. Da wussten wir nicht, was die nächsten Jahre auf uns zukommt.“ 2008 mussten sie nämlich nach der Absage des ersten Strandfest-Termins auf die Schnelle eine Band finden. Mit Papis Pumpels taten sie einen Glücksgriff. „Das schlechte Wetter verbannte uns in die Obsthalle und die Pumpels fesselten Jung und Alt erstmals mit Schlagern zum Mitsingen“, erinnerte er sich. „Insgesamt haben die Pumpels elf Mal in Bodman auf unserem Strandfest gespielt.“

Enormer Anstieg der Mitgliederzahlen bei der Handballabteilung

An Weihnachten 2009 und Anfang 2010 gab es die letzten Aufführungen der Theatergruppe in der alten Obsthalle. Karwath sagte: „Vielleicht schafft es ja mein Nachfolger oder meine Nachfolgerin, dies wieder im Kalender zu etablieren.“ 2009 fand auch die sportliche Veranstaltung „Swim & Run“ in Kooperation mit der DLRG statt und die Handballabteilung wurde im Jugendbereich ausgedehnt. Ab 2013 gab es die ersten Grundschulaktionstage und die Spielgemeinschaften mit Überlingen, Stockach und später Eigeltingen. Die Handballabteilung habe für einen enormen Anstieg der Mitgliederzahlen gesorgt. Im Folgejahr begann der Umbau des Clubhauses, der 2015 beendet wurde. Zu der Zeit wurde die Leichtathletikanlage in Bodman eröffnet. Bald gab es erste Erfolge, auch dadurch gingen die Mitgliederzahlen nach oben.

Karwath bekannte ganz klar: „Mein Engagement im sportlichen Bereich liegt beim Handball und ich möchte behaupten, dass wir hier im TSV, vor allem bei den Jugendmannschaften und bei der Anzahl von Schiedsrichtern, die letzten 15 Jahre Bemerkenswertes erreicht haben.“ Seit 2018 sei sein Interesse zum Leistungssport und zur HSG Konstanz gegangen. Seine Söhne Nico und Tim spielten schon ab 2017 für die HSG. „Dies ist auch ein Punkt für meine Entscheidung, nicht mehr als Vorstand anzutreten. Ein Erster Vorsitzender muss mit seinem Herz und seinem Herzblut voll dabei sein und das ist eben bei mir nicht mehr der Fall.“

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